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Umzug im Dezember geplant

Das "Ex & Hopp"-Team feierte in kleiner Runde den Spatenstich für das neue Domizil.
Das "Ex & Hopp"-Team feierte in kleiner Runde den Spatenstich für das neue Domizil. ©Josef Hagen

Lange Suche nach neuen Räumlichkeiten für Drogenberatung ist zu Ende.

Dornbirn. 32 Jahre nach der Vereinsgründung bekommt die Drogenberatungsstelle “Ex & Hopp” ein eigenes Domizil in der Quellengasse in Dornbirn. Der Umzug vom derzeitigen Standort in der Dr.-Anton-Schneider-Straße in das neue Haus soll Ende dieses Jahres erfolgen. Neubau und Einrichtung kosten rund 778.000 Euro. Rund 500 junge Menschen gehen regelmäßig in der Beratungsstelle ein und aus. Täglich werden vom Team, dem unter anderem Krankenschwestern, Diplomsozialarbeiter, sozialpsychiatrische Fachberater oder Pädagogen angehören, an die 40 Leute, die sich zum Teil in einer sehr schwierigen Situation befinden, betreut. “Unsere Aufgabe ist es, die Menschen aus ihrer Betroffenheit herauszuholen”, so der Vorstand des Vereins, Bernhard Amann.

Ziel sei es, den Ratsuchenden zu helfen, ihr Leben und ihre Sache selbst in die Hand zu nehmen, sich ihrer Krankheit bewusst zu werden und einen gesundheitsbezogenen Umgang mit sich selbst zu lernen. “Diese Menschen sind in einer höchst problematischen Situation, in der jeder kleinste Schritt schon ein Erfolg ist”, spricht Amann von einer mühsamen Arbeit, die sein Team aber gerne auf sich nimmt. 90 Prozent der regelmäßigen Besucher stammen aus dem Bezirk Dornbirn.

Langer Weg
1990 wurde in der Moosmahdstraße die erste niedrigschwellige Kontakt- und Anlaufstelle Österreichs mit einer Landessubvention von 70.000 Schilling eröffnet. Nach einem weiteren Ortswechsel übersiedelte das “Ex & Hopp” 1997 in die Dr.-Anton-Schneider-Straße, wo das Angebot Schritt für Schritt ausgebaut wurde. Raumnot veranlasste die Vereinsführung 2004, sich nach neuen Räumlichkeiten umzusehen. Es dauerte Jahre, bis in der Quellengasse ein Standort für einen modernen Neubau gefunden wurde. Unterstützung gab es auch von der Stadt, die das Grundstück zur Verfügung stellte. Um Nachbarschaftskonflikte möglichst zu vermeiden, wurde das Projekt so geplant, dass der gesamte Betrieb innerhalb ablaufen kann. “Mit den zukünftigen Nachbarn ist von unserer Seite eine gute Zusammenarbeit wichtig”, hofft Amann auf ein friedliches Nebeneinander. Auch mit den bisherigen Nachbarn sei man gut ausgekommen.

Kleiner Spatenstich
Letzte Woche feierte das Team um Bernhard Amann und “Ex & Hopp”-Leiter Rainer Roppele in kleiner Runde den Spatenstich auf dem Grundstück in der Quellengasse, wenige Hundert Meter vom alten Standort entfernt. Die gesamte Mannschaft kann es kaum erwarten, im neuen Haus, das den Ansprüchen einer modernen Drogenberatung entspricht, die Arbeit aufzunehmen.

Text: Josef Hagen

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