Umweltgerechtere Logistik

Zukunftsfähige Konzepte für ein umweltbewusstes Supply-Chain-Management ermöglichen gleichzeitig wirtschaftliches Wachstum und die Erreichung der Klimaziele 2030 in Österreich. CO2-Emissionen, die durch Transport, Lagerung und Kommissionierung entstehen, können durch Green-Logistic-Maßnahmen reduziert werden.

Weihnachten ist gefühlt nur noch eine Armlänge weit entfernt. Jährlich kümmern sich Logistiker(innen) in dieser Jahreszeit um eine vermehrte Anzahl an Paketen. Damit die Rohstoffe und diverse Zwischenprodukte zu den Herstellern, Güter in die Läden und schließlich Geschenke auch rechtzeitig unter den Weihnachtsbaum kommen, müssen die Logistikketten reibungslos funktionieren und noch nachhaltiger werden. Mit Green Logistics – grüner Logistik – können nicht nur Kosten eingespart, sondern auch die Umwelt und somit das Klima geschützt werden. Nachhaltigkeit in den Bereichen Logistik, Transport und Verkehr werden immer wichtiger. CO2-Reduktion, Digitalisierung, Kostensenkung sowie Energieeffizienz sind dabei zentrale Punkte. Zeitgleich zeigten festgefahrene Frachtschiffe und geschlossene Grenzen in der Corona-Pandemie, wie abhängig die internationalen Wertschöpfungs- und Logistikketten in der Mobilität sind. Österreichs Mobilitätsmasterplan 2030 für den Verkehrssektor bietet hier umweltverträgliche Lösungen. Die Ziele lauten: bestmöglich Verkehr vermeiden, verlagern, verbessern und den Anteil aus Rad- und Fußverkehr, Öffis und Carsharing deutlich erhöhen.

Ressourcenschonung

Eine nachhaltige Logistik fördert den reibungslosen Austausch von Waren, Gütern und Informationen. Umweltschutz und Kosteneffizienz inklusive. Beispielsweise minimiert eine moderne Beleuchtungstechnik im Speditionslager bis zu 90 % des Verbrauchs. Moderne Lagersysteme und Kommissioniermethoden verringern die Fehlerquote und machen sich auch wirtschaftlich bemerkbar. Zudem lassen sich Lagerflächen logisch aufteilen und mit Bewegungsmeldern ausstatten, um den Energieverbrauch zu senken. So lassen sich auch schon durch kleine, intelligente Anpassungen spürbare Einsparungen verwirklichen. Eine nachhaltige Logistik ist aber nicht nur organisatorischer Natur, sondern auch technischer.

Moderne Technik

Sowohl eine moderne und leis­tungsstarke Lagerverwaltungssoftware als auch Detailwissen rund um die Waren und Güter im Lager dienen zusätzlich als Grundlage für eine nachhaltige Logistik. Die digitale Bestandsführung schafft Planungssicherheit und verringert den Verwaltungsaufwand, hilft Schwachstellen zu identifizieren und die Transparenz zu erhöhen. So können Leerfahrten und Standzeiten reduziert, Wege optimiert und der Warennachschub intelligent gesteuert werden. Eine nachhaltige Logistik soll dazu ganzheitlich gedacht und realisierbar sein. Deshalb rentieren sich auch ökologische Maßnahmen. Sie werden sogar oft mit staatlichen Förderungen unterstützt. Ideen sind in diesem Bereich etwa PV-Anlagen auf Werks- und Lagerdächern, Heizsysteme wie Erdwärme, Gebäudeisolierungen zur Wärmedämmung oder Integration einer Fußbodenheizung. Allgemein gesehen, ergeben so viele kleine einzelne Faktoren einen großen Beitrag zum Klimaschutz.

Mobilität 2030

  • Bis zum Jahr 2040 möchte das BMK den Straßenverkehr um ca. 25% reduzieren.
  • Förderungen für Mobilität und Infrastruktur sollen an  eine Klimapartnerschaft gekoppelt werden.
  • Zur Erreichung der Klimaneutralität 2040 ist der Fahrzeugbestand rechtzeitig auf emissionsfreie Antriebe umzustellen.
  • Ab 2022 gibt es in Öster­reich eine CO2-Steuer.
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