Umsiedlung Krankenhaus Gaisbühel bringt Vorteile

Feldkirch/Bludesch - Umsiedlung Krankenhaus Gaisbühel bringt Vorteile für Patienten: Dir. Dr. Fleisch findet eine neue Integration der Abteilungen fachlich und wirtschaftlich sinnvoll.

Die Abteilung der Pulmologie (Lungenheilkunde) und die Station Interne E für onkologische Patienten sind am Krankenhaus Gaisbühel untergebracht und gehören organisatorisch zum LKH Feldkirch. Ab Januar 2008 werden beide Abteilungen in neue Heimaten ziehen:

Die Abteilung für Lungenheilkunde kommt an das LKH Hohenems, die Interne E wird vorerst nach Rankweil ziehen, bis am Schwerpunktkrankenhaus Feldkirch alle Vorbereitungen zum endgültigen Einzug getroffen sein werden. Die Mitarbeiter von Gaisbühel sind von der Geschäftsführung der Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsges.m.b.H. gemeinsam mit dem Betriebsrat ausführlich und rechtzeitig informiert worden. Es ist gelungen, allen Mitarbeitern eine Weiterbeschäftigung anzubieten. Die Öffentlichkeit sowie Patienten und Angehörige werden zeitgerecht über den Umzug und die neue Adresse für die Abteilungen informiert.

„Das Krankenhaus Gaisbühel hat bisher eine wichtige Rolle in unserer Krankenhauslandschaft gespielt. Heute ist das Gebäude allerdings bereits fast 100 Jahre alt, eine Sanierung würde dem Gesundheitswesen sehr viel Geld kosten. Daneben ist zum einen die Eingliederung der Pulmologie an das LKH Hohenems auch fachlich eine sehr gute Lösung, hier können viele Schnittstellen der Krankenhausinfrastruktur zum Beispiel mit der Abteilung der Inneren Medizin genützt werden“, erklärt Dir. Dr. Gerald Fleisch. „Auch für die Station Interne E für onkologische Patienten ist schlussendlich die geplante Integration an das LKH Feldkirch eine gut durchdachte Lösung – besonders für die Patienten: Am LKH Feldkirch haben auch die Schwerpunktabteilungen wie beispielsweise des Zentralen Röntgens, der Radioonkologie sowie der Nuklearmedizin ihren Sitz, diese Disziplinen dienen unter anderem auch der Krebsbekämpfung. Eine solche Integration und mögliche Nutzung von Schnittstellen wird für betroffene Patienten von Vorteil sein.“

Vorausschauende Planung, um Mitarbeiter und Patienten möglichst zu schonen

Im Herbst 2007 werden am Hohenemser Landeskrankenhaus bereits die Ambulanzräumlichkeiten als Vorbereitung für die Abteilung Pulmologie baulich adaptiert. Ab 2008 starten dann die Gesamtmaßnahmen – also Sanierungsarbeiten und Umbautätigkeiten – am LKH Hohenems. „Diese baulichen Maßnahmen müssen bei laufendem Betrieb stattfinden, deshalb wir bemühen uns schon bei der Planung, dass sowohl die Logistik und bauliche Veränderungen für alle Beteiligten möglichst schonend ablaufen werden. Allerdings ist uns bewusst, dass die Baumaßnahmen und auch der Umzug sowohl unseren Patienten wie auch den Mitarbeiten viel Geduld und Motivation abverlangen und bitten schon jetzt um Verständnis für die Situation“, ersucht Dir. Dr. Gerald Fleisch, Geschäftsführer der Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsges.m.b.H. Zur weiteren Information erklärt Fleisch: „Selbstverständlich werden wir auch die Öffentlichkeit über die neuen Adressen und Anlaufstellen der Pulmologie sowie der Internen E zeitgerecht informieren!“

Personalkonzept: Wünsche der Mitarbeiter berücksichtigt

Ab Anfang 2008 übersiedeln Chirurgie und Unfallchirurgie an das LKH Bregenz, die tageschirurgische Versorgung wird ab diesem Zeitpunkt am LKH Hohenems gegeben sein. Gleichzeitig zieht die Pulmologische Abteilung von Gaisbühel ins LKH Hohenems ein. Dies bedeutet auch für das Personalmanagement eine herausfordernde Aufgabe: „Wir haben gemeinsam mit den Mitarbeitern ein Personalkonzept erstellt. Es gilt, die Wünsche von rund 110 Personen in Gaisbühel so gut wie möglich zu berücksichtigen. Dabei achten wir auf gute Versetzungsmodalitäten, selbstverständlich ist der Zentralbetriebsrat in die Personalverhandlungen miteinbezogen“, beschreibt Dr. Fleisch die komplexen Aufgaben des Managementteams. Bereits seit Anfang Juli wissen alle Mitarbeiter – sowohl von Gaisbühel wie auch am LKH Hohenems, welche Möglichkeiten sie im Stellenplan der Landeskrankenhäuser zur Wahl haben.

Factbox Krankenhaus Gaisbühel

Chronik der Lungenheilstätte Gaisbühel

1915 meldete die K.u.K. Regierung Bedarf für Tuberkuloseheilstätten zur Betreuung von Heeresangehörigen an und sagte den Ländern auch beträchtliche Subventionen zu.

Ein Vorarlberger Komitee hielt am 21. Oktober 1915 im Bregenzer Landhaus seine erste Sitzung zur Standortfrage für die „Tuberkulose-Heil- und Pflegeanstalt“ ab. Die Entscheidung zum Standort Walgau fiel zugunsten von Gaisbühel.

Am 7. Mai 1917 fand der Spatenstich statt, im März 1919 konnte das Richtfest begangen werden und am 11. August 1920 öffneten sich die Pforten zum Einzug der Kranken.

Die Landes-Lungenheilstätte Gaisbühel bestand in der damaligen Form bis ins Jahr 1981, als sie als externe pulmologische Abteilung an das Landeskrankenhaus Feldkirch angegliedert und nach den neuesten medizinischen Standards generalsaniert wurde.

Heute beherbergt das Haus neben der Pulmologie auch die Abteilung Interne E für onkologische Patienten der Inneren Medizin des LKH Feldkirch.

Ab Januar 2008 werden diese Abteilungen aufgrund einer umfassenden Spitalsplanung in andere Landeskrankenhäuser integriert: Die Pulmologie wird an das LKH Hohenems siedeln, für den einzug der Abteilung Interne E werden am LKH Feldkirch Vorbereitungen getroffen, sodass onkologische Patienten im Schwerpunktkrankenhaus umfassend behandelt werden können. Bis die Vorbereitungen abgeschlossen sind, wird die Interne E Zwischenstation am LKH Rankweil machen.

Zeitplan nächste Schritte Spitalsplanung Vorarlberg: < Herbst 2007:
Beschlussfassung Aufsichtsrat zum Gesamtpaket LKH Hohenems Im Anschluss an Beschlussfassung: Beginn der Adaptierung Ambulanzräumlichkeiten am LKH Hohenems für Pulmologie Herbst/Winter 2007 KH Gaisbühel: Vorbereitung der Umsiedlung

Anfang 2008:
Einzug der Pulmologischen Abteilung von GAisbühel in das LKH Hohenems Vorläufiger Einzug der Station Interne E an das LKH Rankweil Übersiedlung Chirurgie & Unfallchirurgie des LKH Hohenems an das LKH Bregenz,

Anfang 2008:
Start der tageschirurgischen Versorgung (Notfallbetten vorgesehen, Notfallversorgung bleibt aufrecht)

Frühjahr 2008:
Sanierung Haustechnikzentralen LKH Hohenems

Herbst 2008:
Beginn der Sanierung der Stationen am LKH Hohenems

Ab 2008: Ab 2010:
Einzug des Departments für Psychosomatik an das LKH Hohenems

(Quelle: Vlbg. Krankenhaus-Betriebsges.m.b.H.)

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