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"Überleben grenzt an ein Wunder"

WANN & WO besuchte Stefan nach seinem Sturz in der Reha-Klinik Montafon.
WANN & WO besuchte Stefan nach seinem Sturz in der Reha-Klinik Montafon. ©Miro
Ein Jahr nach seinem Horrorsturz blickt Speedflyer Stefan Salzgeber im WANN & WO-Interview zurück. Seine Freunde veranstalten ein Charity-Minigolf-Turnier für ihn.

WANN & WO: Wie ist es dir nach deinem schweren Absturz ergangen?
Stefan Salzgeber: Eigentlich sehr gut. Allein einen solchen Unfall zu überleben und danach ein normales Leben führen zu können, grenzt an ein Wunder. Ich hatte zum Glück sehr großen Rückhalt von allen Seiten. Familie, Freunde, Arbeit, alle haben mich intensivst unterstützt und mir alles abgenommen, sodass ich mich voll und ganz auf meine Genesung konzentrieren konnte.

WANN & WO: Wie sieht deine ge­­sundheitliche Verfassung aus, mit welchen Folgeschäden hast du zu kämpfen?
Stefan Salzgeber: Gesundheitlich geht es mir wieder sehr gut. Natürlich habe ich durch die zahlreichen Trümmerfrakturen Einschränkungen. Mein Becken ist nicht mehr ganz gerade, daher ist mein rechter Fuß etwas kürzer, was sich beim Laufen und Stehen bemerkbar macht. Mein rechtes Sprung- und Handgelenk sind auch nicht mehr so beweglich. Allerdings habe ich noch einiges an Metall verschraubt, es wird sich dann nach der Entnahme zeigen, inwieweit ich die Bewegung wieder zu­­rück be­komme. In Anbetracht des Unfalls sind dies aber Kleinigkeiten.

WANN & WO: Wieso bist du nach dem Absturz in finanzielle Schwierigkeiten geraten?
Stefan Salzgeber: Die Bergung und die entstandenen Sachschäden musste ich selber bezahlen. Da mein Sport als Extremsport angesehen wurde oder wird, ist meine Versicherung ausgestiegen. Ich hätte mich im Vorfeld vermutlich besser erkundigen sollen, aber im Nachhinein ist man immer schlauer.

WANN & WO: Wie stehst du zur Fliegerei? Bist du noch bei Draco-Volans aktiv?
Stefan Salzgeber: Die letzten Jahre meines Lebens wurden eigentlich vom Fliegen geprägt. Es hat für mich nach wie vor einen hohen Stellenwert, obwohl ich natürlich seit dem Unfall nicht mehr geflogen bin. Ich bin aber nach wie vor ein Mitglied von Draco-Volans und versuche, meine Kollegen so gut wie möglich zu unterstützen. Das bin ich ihnen schuldig.

WANN & WO: Vor wenigen Monaten starb ein Hohenemser Speedflyer auf dem Hochjoch. Wie hast du diesen Unfall miterlebt?
Stefan Salzgeber: Es war ein Schock für mich, auch weil ich ihn persönlich kannte und das Erlebte wieder hochkam. Natürlich fragt man sich nach so einem tragischen Unfall, warum er sterben musste und ich einen solchen Horrorcrash fast unbescholten überlebt habe. Unser Sport ist gefährlich. Trotzdem ist jeder solcher Vorfall völlig unnötig und mehr als nur tragisch!

WANN & WO: Am 1. Mai wird es ein Charity-Minigolf-Turnier zu deinen Gunsten geben. Was dürfen sich Gäste und Zuschauer erwarten?
Stefan Salzgeber: Als ich von dem Projekt hörte, fehlten mir die Worte. Es ist einfach nur gewaltig, was meine Freunde für mich machen. Ich möchte hier noch nicht allzuviel verraten, da ich über den genauen Stand der Organisation nicht komplett informiert bin. Aber es wird mit Sicherheit ein tolles Turnier mit tollen Preisen und ein, zwei Überraschungen.

Charity-Minigolf

Was: Minigolf Charity-Turnier zu­­gunsten von Stefan Salzgeber
Wann: Dienstag, 1. Mai (Ersatz­­termin: Sonntag, 6. Mai)
Wann: Minigolfplatz Schruns
Nenngebühr: 10 Euro (Getränk und Kuchen sind in der Gebühr enthalten)
Anschluss: Heineken-Afterparty mit Verlosung eines signierten Head-Skis (Vonn, Cuche, Fenninger, Görgl, Riesch, …) in der Haller Lounge. Der Reinerlös wird Stefan Salzgeber zur Verfügung gestellt.

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