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Übergangslösung bei neuem Polizei-Aufnahmeverfahren

Nach Einführung eines neuen Aufnahmeverfahrens für die Polizei hätten zahlreiche Anwärter, die bereits den Test gesamt oder in Teilen nach dem alten System absolviert haben, die Prüfung wiederholen müssen. Nach Kritik präsentierte das Innenministerium eine Übergangslösung. "Wir wollen das alte Verfahren möglichst bewerberfreundlich abschließen", sagte Ressortsprecher Christoph Pölzl am Donnerstag.

“Alle, die bereits nach dem alten System Teile des Verfahrens positiv absolviert haben, können die Tests fertig machen. Dann kommen sie, ebenso wie jene, die den Test komplett positiv abschlossen, in ein Ranking, das bis Ende Mai gilt”, erläuterte Pölzl. “Die Besten der Besten werden aufgenommen.” Die erforderliche Punktezahl hänge von der Menge der Mitbewerber und der Anzahl der Ausbildungsplätze ab.

Die ersten Aufnahmen nach dem neuen System werden ab Juni 2019 erfolgen. “Um einen einheitlichen und bewerberfreundlichen Übergang sicherzustellen, erfolgen bis dahin die Aufnahmen nach dem alten System”, so Pölzl.

Das neue Verfahren sei “transparent, bewerberfreundlich und auf neuestem wissenschaftlichen Stand”, betont man im Innenministerium (BMI). Auch wegen der langen Dauer wurde der Prozess bundesweit einheitlich neu geregelt. Jene die nicht bis Ende Mai 2019 aufgenommen werden, weil die Punkte nicht ausreichten, dürfen ohne der sonst gesetzlich vorgeschriebenen einjährigen Wartefrist nach dem neuen System erneut antreten.

Kritisch äußerte sich die Polizeigewerkschaft FSG: Hunderte Bewerber seien “frustriert und fühlen sich vor den Kopf gestoßen”. Der nun erfolgte “Rückzieher” lasse viele offene Fragen unbeantwortet. Nicht die Anwärter hätten versagt, “sondern das Innenministerium”, betonte FSG-Vorsitzender Hermann Greylinger am Donnerstag in einer Aussendung. “Dem ist es nämlich nicht gelungen, die erforderlichen Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen.”

(APA)

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