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Über Rasen rasen: "Mario Golf: Super Rush" im Test

Mit Mario und seinen Freunden auf den Golfplatz.
Mit Mario und seinen Freunden auf den Golfplatz. ©Nintendo
Einlochen, aber flott! Die kunterbunte Golf-Simulation bringt sportlichen Tiefgang, Speed und Spaß auf einen Nenner.
Ländle Gamer

(Switch) Die Belegschaft der Mario-Games hat seit jeher viele Hobbys: Kart fahren, Tennis spielen, Party-Games und eben auch Golf (erstmalig 1987 in „NES Open Tournament Golf“). Nintendo schickt nun Super Mario & Co. auch auf der Switch übers Green, diesmal sogar noch rasanter.

Auf den ersten Blick könnte man das Spiel mit einer klassischen Golf-Simulation verwechseln: Erst wählt man den richtigen Schläger (vom Driver zum Putter). Dann werden mittels Grid das Terrain sondiert und die Windverhältnisse bedacht. Schließlich schlägt man mit wohl dosierter Kraftanstrengung ab und verleiht dem Ball noch einen schönen Drall, sodass dieser möglichst unbeirrt ins Loch geht. Das geht alles angenehm gut von der Hand. Aber wen wundert das bei der jahrzehntelangen Erfahrung der „Mario Golf“-Serie? Der Clou: Abgeschlagen werden kann nicht nur „oldschool“ per Knopfdruck, sondern stattdessen per Bewegungssteuerung: Man hält einen JoyCon einfach wie einen Schläger. Letzteres verlangt zwar deutlich mehr Feingefühl, bringt aber auch ein intensiveres Golf-Feeling.

Der erste große Unterschied zu herkömmlichen Golf-Games ist freilich die Spielfiguren-Auswahl, wo sich ein 16-köpfiges Best-of der Mario-Franchise versammelt hat: Von Mario himself über Peach und Bowser bis hin zum garstigen Geist Buu Huu. Alle haben ihre eigenen Stärken und Special-Moves. Bis zu vier davon können im Mehrspieler-Modus online oder lokal im Wettbewerb antreten.

Die zweite Eigenart sind die Golfplätze: Hier gibt es neben eher unspektakulären Natur-Landschaften auch typische Mario-Levels vom Wüsten-Parkour bis hin zum Lava-Endboss-Areal.

Den Unterschied Nummer drei machen die ungewöhnlichen Spiel-Modi. Das Highlight stellt dabei das rasante Speed-Golf dar: In diesem regelrechten Wettrennen schlägt man ab, rast sofort zum nächsten Abschlagspunkt und schlägt wieder. Auf dem Green wird dabei gerempelt und gesprintet, sogar Power-ups liegen herum. Nur wer schnell und geschickt ist, gewinnt. Ein absolutes Freuden-Feuerwerk! Auf diesem System baut ein zweiter Modus auf, das Battle-Golf. Im chaotischen Arena-Kampf müssen hier drei Flaggen mittels Einlochen erobert werden. Die Action ist durchaus lustig, der Modus selbst wirkt noch etwas unausgegoren. Last but least im Programm von „Mario Golf“ findet sich ein Abenteuer-Modus, den man mit seinem persönlichen Mii durchspielt. Diese Variante ist aber leider nur eine mittelprächtige Mischung aus Tutorial mit verschiedenen Herausforderungen und Rollenspiel zur Charakter-Entwicklung

Ländle Gamer Fazit

„Mario Golf: Super Rush“ ist eine vor allem besonders zugängliche und kurzweilige Variante des sonst ehe langatmig wirkenden Sports. Die Mario-Crew verleiht dem Erlebnis seinen ganz eigenen Charme und Witz. Das kommt besonders gut im Speed-Golf zur Geltung. Einzig in Sachen Langzeit-Motivation wäre noch mehr drin gewesen, beispielsweise mangelt es an großen Turnier-Events.

(Ländle Gamer/VOL.AT)

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