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Über 100 Vorschläge für ein Widerstandsmahnmal in Bregenz

Die Landeshauptstadt soll bis zum Sommer ein Mahnmal bekommen
Die Landeshauptstadt soll bis zum Sommer ein Mahnmal bekommen ©VOL.AT/Steurer
Bregenz - Im Sommer soll in der Landeshauptstadt ein Widerstandsmahnmal enthüllt werden. Dafür sind nun weit über 100 Vorschläge eingegangen. Ende Februar werden fünf davon öffentlich präsentiert.
Wettbewerb gestartet

“Das Denkmal soll an jene Vorarlberger erinnern, die dem nationalsozialistischen Unrechtsregime den Gehorsam verweigert oder aufgekündigt haben: Im Besonderen an Wehrdienstverweigerer und Deserteure, an Widerstandskämpfer und an Bürger, die gegenüber Verfolgten und Misshandelten trotz Verbots Menschlichkeit geübt haben”, heißt es in der Ausschreibung der Stadt Bregenz zum geplanten Mahnmal. Die Einreichungsfrist ist mittlerweile verstrichen und der Stadtarchivar, Thomas Klagian, informiert über 100 Einreichungen die nun sortiert und Mitte Februar von einer Arbeitsgruppe ausgewertet werden.

Bekanntgabe der fünf beste Ideen Ende Februar

Sie besteht aus den Historikern Werner Bundschuh und Meinrad Pichler, dem Kulturamtsleitern der Stadt und des Landes, Wolfgang Fetz und Winfried Nußbaummüller, Klagian selbst und der Künstlerin Ruth Schnell. Die Mitglieder beratschlagen am 16. und 17. Februar, welche fünf Kunstschaffenden eingeladen werden, ihre Ideen zu Entwürfen auszuarbeiten. Am 23. Februar wird das Ergebnis dieser Sitzung öffentlich bekannt gegeben, erklärt der Stadtarchivar.

90.000 Euro Budget

Ende April werden die Entwürfe von einer Jury begutachtet, danach wird der Favorit bekanntgegeben. Der Gewinner erhält ein Preisgeld von 15.000 Euro. Der Realisierung des Entwurfs stehen 60.000 Euro zur Verfügung, insgesamt hat die Stadt Bregenz ein Budget von 90.000 Euro bereitgestellt. Bis zum Sommer 2015 soll das Widerstandsmahnmal in der Festpielstadt fertiggestellt sein.

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