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Überwältigendes Echo auf "VN"-Spendenaktion

Mittwoch Mittag im Landhaus. Vertreter der Landesregierung machen gemeinsam mit den Projektpartnern der "VN"-Spendenaktion "Vorarlberg hilft den Flutopfern" Nägel mit Köpfen.  

Rotes Kreuz, Caritas und Landesregierung bilden mit je einem Vertreter ein schlagkräftiges Projektteam – der aus Südindien stammende Pfarrer Georg Thaniyath steht dem Projektteam als Berater zur Seite.

Der Lenkungsausschuss überwacht die Verwendung der Spendengelder – damit jeder Euro ankommt. Neben dem Land Vorarlberg und dem Gemeindeverband nehmen auch das Rote Kreuz und die Caritas je einen Sitz ein. Die Spender aus der Leserfamilie werden durch die „VN“-Redaktion vertreten. Die Caritas wird in operativer Hauptverantwortung die Rechtssituation klären und Genehmigungen einholen. „Es gibt neue Regeln, dass zum Beispiel in unmittelbarer Meernähe nicht mehr gebaut wird“, berichtet Landeshauptmann Dr. Herbert Sausgruber.

Spenden Sie bitte!

Damit soll bald klar sein, wo wieviel Boote, wieviel Fischernetze und wieviel Häuser in der südindischen Diözese Kottar benötigt werden. Die armen Fischerfamilien – vielen Kindern ist der Vater durch die Flutwelle genommen worden – benötigen Ihre Spende. Die Region im Süden ist sehr arm, kaum ein Tourist verirrt sich dorthin. Selbst können sich die Menschen nicht aufrappeln. Eine Privatspenderin – sie möchte anonym bleiben – hat gestern 5000 Euro auf das „VN“-Spendenkonto einbezahlt. Es zählt jeder einzelne Euro.


Am Dienstag berichteten die “Vorarlberger Nachrichten” erstmals über das Projekt “Vorarlberg hilft den Flutopfern” in Zusammenarbeit mit Land Vorarlberg, Rotem Kreuz, Caritas und dem Hohenemser Pfarrer Georg Thaniyath.

Spontan haben sich zahllose “VN”-Leser bereits einen Ruck gegeben und gespendet. Überall möglich – jeder Euro zählt. Die Überweisung ist per Onlinebanking von jedem PC aus möglich, auch jede Bank in Vorarlberg nimmt Ihre Überweisungen mit den rechts abgedruckten Kontodaten entgegen. Am kommenden Montag finden Sie einen Erlagschein in den “VN”. Bereits gestern früh hat Stadtrat Werner Karg im Namen der Bregenzer FPÖ 10.000 Euro gespendet. “Wir haben uns entschieden, auf große Geschenke wie Regenschirme oder Taschenlampen im Wahlkampf zu verzichten und den dafür vorgesehenen Betrag den Flutopfern in Südindien zukommen zu lassen”, sagt FPÖ-Politiker Karg beim Besuch in der “VN”-Redaktion.

Raiffeisen: 10 Häuser
Auch die Raiffeisen-Landesbank mit den Vorarlberger Filialen spendete spontan – und großzügig. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Karl Waltle überreichte gemeinsam mit dem Obmann der Geschäftsleitervereinigung von Raiffeisen Vorarlberg, Norbert Baschnegger, den “VN” einen Scheck über 18.000 Euro – 10 Häuser können dafür in Südindien wieder aufgebaut werden. “Doch auch die Anschaffung eines neuen Fischernetzes im Wert von 400 Euro ist für eine Familie eine große Hilfe”, sagt der aus Südindien stammende Hohenemser Pfarrer Georg Thaniyath. “Durch das Vorarlberg-Projekt wissen wir jetzt wirklich konkret, wem wir helfen”, sagt auch Johannes Ouschan, Geschäftsführer vom Dorfinstallateur in Götzis. Seine Firma spendete gestern 3000 Euro. Heute planen die Projektträger im Landhaus die nächsten Schritte – aber nur Sie machen die Hilfe mit Ihrer Unterstützung möglich.


So wirkt Ihre Hilfe in Indien:
Antworten auf die fünf häufigsten Fragen zum “VN”-Hilfsprojekt für die Flutopfer.

1) Ist es sinnvoll, selbst einige Wochen Urlaub zu nehmen und selbst in der Katastrophenregion anzupacken?

Nein, Hilfsangebote à la “Ich habe vier Wochen Urlaub und möchte vor Ort helfen” müssen die Hilfsorganisationen leider ablehnen. “Dafür bitten wir um Verständnis. Nur um das Geld für ein Flugticket können wir zum Beispiel vor Ort eine lokale Hilfskraft für sechs Monate bezahlen”, sagt der Vorarlberger Rotkreuzdirektor Roland Gozzi. Es sind ohnehin bereits genügend Helfer in der Krisenregion – aus Österreich braucht es Spezialisten, die koordiniert Organisationsarbeit für das Projekt leisten.

2) Sind Sachspenden wie Kleidung sinnvoll? “Der Transport von Kleidung in ein Land, das selbst billige Kleidung herstellt, ist sinnlos”, so Gozzi. Erstens brauchen die Betroffenen bei 38 Grad andere Dinge notwendiger als warme Pullover, zweitens könnte bei Bedarf mit Spendengeld in Indien immer noch Kleidung zu den dortigen Konditionen eingekauft werden.

3) Warum ist das “VN”-Hilfsprojekt dezidiert auf Geldspenden ausgerichtet? Weil wir mit Geld vor Ort die schnellste und effizienteste Hilfe leisten können. Damit eine professionelle Abwicklung sichergestellt ist, muss zunächst ein kleines Erkundungsteam die tatsächliche Lage in Südindien erkunden. Es geht um Fragen, wie wo es sinnvoll ist, Häuser zu bauen – damit nicht die nächste Welle sie fortspült. Die Vorarlberger Unterstützer helfen hauptsächlich mit Geld – und Hirnschmalz. Wir sind jetzt mitten in der Vorbereitungsphase, die Planung beginnt umgehend. Im April könnten schon die ersten Häuser in der Diözese Kottar stehen.

4) Sind Patenschaften für Kinder sinnvoll? Nein. Gozzi: “Man sollte lieber zu einem späteren Zeitpunkt eine symbolische Patenschaft übernehmen und lieber mehr Menschen helfen als einzelnen. Patenschaften für zu Neidkomplexen, weil es ausgewählten Kindern plötzlich besser geht als anderen. Die Patenkinder werden in der Gemeinschaft isoliert.”

5) Wer steht hinter der “VN”-Hilfsaktion “Vorarlberg hilft den Flutopfern”? Gemeinsam mit den “Vorarlberger Nachrichten” engagieren sich das Land Vorarlberg mit Schirmherr LH Dr. Herbert Sausgruber, dem Vorarlberger Roten Kreuz, der Caritas und dem Verein “Dach über dem Kopf” des aus Südindien stammenden Hohenemser Pfarrer Georg Thaniyath. Die Redaktion der “VN” wird das Hilfsprojekt begleiten und über die Verwendung der Spendengelder berichten.

Vorarlberg hilft den Flutopfern
Kontonummer 52007 161 707
ltd. auf “Vorarlberg hilft den Flutopfern”,
BLZ 12000, Bank Austria Creditanstalt

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