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Tsunami: 3.800 Europäer noch vermisst

Zwei Wochen nach der verheerenden Flutkatastrophe in Asien werden noch mehr als 3.800 Touristen aus Europa vermisst. Nach Angaben vom Sonntag ergibt sich das folgende Bild.

ÖSTERREICH: Laut Krisenstab besteht zu 384 Landsleuten noch kein Kontakt. In Thailand und Sri Lanka, wo die meisten Österreicher vermisst werden, hatte man von 255 Personen weiterhin keine Nachricht. 148 Abgängigkeitsanzeigen von in den Krisenregionen vermissten Österreichern sind bisher bei der Polizei eingegangen. Die Zahl der offiziell für tot Erklärten liegt weiterhin bei zehn.

DEUTSCHLAND: Die Zahl der vermissten deutschen Touristen liegt nach Angaben von Staatssekretär Klaus Scharioth derzeit bei 720. Bisher wurden 60 tote deutsche Touristen identifiziert.

SCHWEDEN: Schweden reduzierte die Zahl der Vermissten von 3.559 auf 702 bestätigte Fälle. Bei 1.495 Menschen gebe es unsichere Angaben. Offiziell ist der Tod von 52 Schweden bestätigt. Von allen in Südostasien tätigen Reiseveranstaltern verlautete nach Rundfunkangaben, dass mit einer weiteren deutlichen Verminderung der Zahlen gerechnet werden könne.

DÄNEMARK: Nach der Veröffentlichung von Namenslisten reduzieren die Behörden die Zahl der Vermissten von 387 auf 57. Von vielen zunächst Vermissten habe es Lebenszeichen gegeben. Bei 100 Menschen gebe es weiter Unklarheiten. Der Tod von sieben Dänen ist bestätigt.

NORWEGEN: In Oslo wird die Zahl der Vermissten von 462 auf 83 reduziert. Hintergrund waren Rückmeldungen nach der Veröffentlichung einer Namensliste im Internet sowie in zahlreichen Medien. Zwölf Todesopfer wurden bisher bestätigt.

FINNLAND: Das Außenministerium meldet weiter 183 Vermisste und 14 Tote.

FRANKREICH: Nach Angaben von Außenminister Michel Barnier sind bei der Flutkatastrophe in Asien 22 Franzosen gestorben. 319 Staatsbürger würden vermisst, sagte Barnier im französischen Rundfunk.

GROSSBRITANNIEN: Bisher wurden 50 britische Todesopfer registriert. Es werden aber noch 396 Briten vermisst, die als wahrscheinlich tot gelten. Darüber hinaus wird noch nach etwa 2.000 Briten gesucht.

ITALIEN: 20 Todesopfer und 338 Vermisste.

BELGIEN: Bisher sind sechs tote Belgier identifiziert. 214 Menschen gelten als vermisst.

NIEDERLANDE: Sieben Todesfälle sind bestätigt, von 30 Niederländern fehlt noch jede Spur.

SCHWEIZ: Das Schweizer Außenministerium hat bisher 23 Todesfälle registriert und gibt die Zahl der Vermissten jetzt mit 330 an.

POLEN: Elf Vermisste und fünf Touristen gelten als tot.

RUSSLAND: Zwei russische Touristen kamen in Thailand ums Leben, acht werden noch vermisst.

SPANIEN/PORTUGAL: Drei Spanier und acht Portugiesen werden vermisst. Aus beiden Ländern werden bisher keine Todesopfer gemeldet.

GRIECHENLAND: In Griechenland gibt es nach wie vor keine Toten zu beklagen, aber sieben Griechen gelten als vermisst.

USA: Das US-Außenministerium spricht von bisher 37 Todesopfern. Es würden noch 1.800 Anfragen nach möglicherweise Vermissten bearbeitet. Diese Zahl lag zunächst bei 28.000.

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