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Tschechien: Offiziel "entwickeltes" Land

Tschechien wird von der Weltbank nicht mehr als Transformationsland, sondern als ein entwickelter Industriestaat betrachtet. Dies bestätigte deren Chef Paul Wolfowitz in Prag.

Wolfowitz ist in die tschechische Hauptstadt gekommen, um Tschechien offiziell in die Gruppe der entwickelter Industrieländer „einzuführen“. „Die Tschechische Republik wird nicht mehr der Empfänger der Hilfe von der Weltbank, sondern ein Geber sein“, sagte er.

Der stellvertretende Finanzminister Tschechiens, Tomas Prouza, sagte dazu, nun erwarte man von Prag, dass es die Mitverantwortung für die Situation in den Staaten der dritten Welt übernehme, Tschechien nehme sonst sowieso von der Weltbank seit einigen Jahren keine Kredite mehr, so Prouza. Tschechische Medien kommentierten dies mit den Worten, die Tschechen kehrten damit nach mehreren Jahrzenten in die Gruppe der hochentwickelten Staaten der Welt zurück, zu denen sie das letzte Mal in den Zeiten der „ersten tschechoslowakischen Republik“ (1918-1938) gehört hatte.

Wolfowitz traf auch mit dem tschechischen Premier Jiri Paroubek zusammen und lobte dabei die Reformen, die die ehemalige Tschechoslowakei bzw. Tschechien seit dem Fall des Kommunismus durchgeführt hätten. Die Tschechische Republik sei ein Beispiel für andere, allerdings müsse sie – wie viele andere Länder Europas -ihr Pension- und Gesundheitssystem reformieren.

Paroubek erklärte in diesem Zusammenhang, Tschechien wolle auch in kommenden Jahren das Wirtschaftswachstum um etwa fünf Prozent jährlich halten, so dass es 2013 das Durchschnitt-Niveau der EU erziele.

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