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"Troubadour" 2005/06 auf Bregenzer Seebühne

Im August war es noch ein Gerücht, mittlerweile ist es fix: David Pounney, der neue Intendant der Bregenzer Festspiele, stellt Giuseppe Verdis Oper „Il Trovatore“ auf die Seebühne.

Premiere ist am 21. Juli 2005, die Oper wird 2005 an 25 weiteren Abenden auf dem Programm stehen und im Sommer 2006 wieder aufgenommen, teilten die Festspiele am Mittwoch mit. Über Regie und Besetzung gibt es noch keine Informationen.

Der Troubadour folgt damit der noch vom bisherigen Intendanten Alfred Wopmann erstellten laufenden Erfolgsproduktion „West Side Story“, die auch im Mittelpunkt des ersten Pountney Jahres (2004) steht. Der Vorverkauf für die Leonard Bernstein-Oper läuft bereits auf vollen Touren.

Neo-Intendant Pountney ist am Bodensee als Regisseur schon längst daheim: Insgesamt fünf Inszenierungen hat er seit 1989 für die Bregenzer Festspiele realisiert: Wagners „Holländer“ (1989), Verdis „Nabucco“ (1993/94) und Beethovens „Fidelio“ (1995/96) auf der Seebühne. 1999 war er im Festspielhaus für die szenische Uraufführung von Bohuslav Martinus „Griechische Passion“ verantwortlich – eine Produktion, die bei ihrer Übernahme in Covent Garden, in London als beste Opernaufführung des Jahres 2000 gekürt wurde und für die er in Prag mit der Martinu-Medaille geehrt wurde. 2000 inszenierte der Brite im Festspielhaus Rimski-Korsakows selten gespielte Märchenoper „Der goldene Hahn“. Im Sommer 2004 setzt Pountney einen Kurt Weill Schwerpunkt und inszeniert im Kornmarkttheater dessen skurrile Operette „Der Kuhhandel“.

Mit dem romantischen „Troubadour“ will Intendant Pountney einen weiteren Publikumshit als Spiel auf dem See lancieren: „Der Troubadour ist wie geschaffen für die Bregenzer Seebühne. Die Musik hat wunderbar wilde Energie, die spektakulären Gesangspartien transportieren packende Emotionen und die fesselnde Geschichte um Graf Luna und Manrico, Leonore und die Zigeunerin Azucena ist voller Dramatik und Leidenschaft“. Mit dem Troubadour habe Verdi die musikalische Meisterschaft und Ausdrucksstärke seiner mittleren Jahre erreicht, die Oper habe vom ersten Augenblick an durch außergewöhnliche Expressivität der Musik, die musikalisch psychologische Vielschichtigkeit der Charaktere und abwechslungsreiche Schauplätze fasziniert.

 

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