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Trotz Nachbeben geht Geothermie weiter

Die Bohrstelle im Sittertobel: Ab Mitte Oktober wollen die Teams wieder im Bohrloch arbeiten.
Die Bohrstelle im Sittertobel: Ab Mitte Oktober wollen die Teams wieder im Bohrloch arbeiten. ©St. Gallen
St. Gallen - In St. Gallen bebt es unentwegt. Trotzdem werden Arbeiten am Bohrloch fortgesetzt.
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Das Team rund um Michael Sonderegger wird die geplanten Produktionstests im Geothermieprojekt von St. Gallen durchführen. Auch die stärkeren Erdstöße vom 2. Oktober ändern daran nichts. Kann es denn nicht noch stärker beben? “Das wissen wir nicht.” Da schenkt Sonderegger der Öffentlichkeit reinen Wein ein.

Seit am 20. Juli im Sittertobel Erdstöße mit einer Magnitude von 3,5 das St. Galler Geothermieprojekt vorübergehend lahmlegten, reißen die Nachrichten nicht ab. Damals drang in mehr als 4000 Metern Tiefe überraschend Erdgas ins Bohrloch ein. Die Bohrleute hielten mit Wasserdruck dagegen. Dann erzitterte die Erde.

Viel steht auf dem Spiel

Die Experten beschlossen nach umfangreichen Untersuchungen, das Bohrloch von Ende Oktober 2013 an bis mindestens Sommer 2014 provisorisch zu verschließen. Aber nicht, ehe man die alles entscheidende Frage beantwortet hat: Lohnen sich weitere Arbeiten überhaupt?

Deshalb nimmt die Projektleitung auch weitere Beben in Kauf. “Das mit der Stärke 2,0 wurde gar nicht gespürt”, sagt Sonderegger. Alle anderen Erdstöße lagen bislang “bei 1,1 oder darunter”. Dass diese kleinen Ereignisse zugenommen haben, als weiter gearbeitet wurde, bestätigt Sonderegger. “Wir können auch nicht ausschließen, dass wir wieder so ein größeres Ereignis mit 3,5 auslösen. Deshalb arbeiten wir möglichst wenig im Bohrloch.”

Den Nutzen klären

Mitte Oktober wird es ernst mit den Gas-Wasser-Produktionstests. “Wir wollen wissen, wie viel Wasser wir im Malmkalk haben und welche Gasvorkommen.” Zu diesem Zweck wird ein zusätzliches Rohr mit drei Zoll Durchmesser ins Bohrloch eingeführt und Stickstoff eingeblasen. “Der treibt das Formationswasser und das Gas nach oben.” Diese Tests werden zwei Wochen dauern. Erst so erfahren die Experten, ob sich das ganze Geothermieprojekt jemals rechnen wird. Sollte sich ein deutlich spürbares Erdbeben wie am 20. Juli ereignen, “kann der Stadtrat jederzeit einen Unterbruch oder gar einen Abbruch anordnen”, sagt Sonderegger.

Die Arbeiten im Zeitraffer

Geothermie-Projekt St. Gallen – Webcam:

Geothermie – Ökologische Energie aus der Tiefe:
Daten & Fakten zum Thema.

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