Trotz CoV: Nicht auf wichtige Impfungen vergessen

In der Krise darf nicht auf wichtige Impfungen vergessen werden.
In der Krise darf nicht auf wichtige Impfungen vergessen werden. ©APA
Die WHO-Experten fordern zum Abschluss der europäischen Impfwoche jetzt nicht auf die alltäglichen Impfungen zu vergessen. Gerade bei Neugeborenen und Kleinkindern.

Ein Virus hat das Leben weltweit auf den Kopf gestellt und rückt das Thema Impfen in ein völlig neues Licht. Immer mehr Forschungsgruppen arbeiten mit Hochdruck an der Entwicklung eines Impfstoffes gegen Covid-19. „Die aktuelle Situation zeigt einmal mehr die immense Bedeutung der Verfügbarkeit von Impfstoffen für die öffentliche Gesundheit. Umso wichtiger ist es, auch in Zeiten der Corona-Pandemie auf einen Impfschutz gegen andere Infektionskrankheiten zu achten", so Gesundheitsminister Rudolf Anschober.

Jetzt Kleinkinder-Impfungen nachholen

In Österreich sind die Ordinationen der Kinderärztinnen und Allgemeinmedizinerinnen wieder geöffnet. Versäumte Kleinkinder -Impfungen aus dem kostenfreien Kinderimpfprogramm können jetzt nachgeholt werden.

Die Vorarlberger Ordinationen arbeiten gemäß der Empfehlungen ihrer Fachgesellschaften bzw. der Österreichischen Ärztekammer. „Es gibt eine strikte Trennung von gesunden Kindern, die zum Impfen oder für Vorsorgeuntersuchungen kommen und kranken Kindern mit Infekten“, erklärt der Dornbirner Kinderarzt Harald Geiger, „zudem werden die Untersuchungen so getaktet, dass möglichst wenige gleichzeitig in der Praxis sind.“ Das Tragen von Mundschutz wird ebenfalls dringend empfohlen. Dem Besuch beim Arzt für die sechs kostenfreien Kleinkinder Impfungen steht also strukturell trotz Coronavirus Pandemie nichts im Weg.

Verlässliche Informationen für verunsicherte Eltern

Vor Beginn der Krisenzeit war allerdings die Verunsicherung groß: Rund ein Viertel der westeuropäischen Bevölkerung zweifelt daran, dass Impfungen sicher sind, stellte zum Beispiel der Wellcome Global Monitor Ende 2019 fest. Dieser Zweifel hat möglicherweise jetzt nachgelassen. Doch Studienergebnisse der Uni Erfurt zeigen, dass gerade verunsicherte Eltern, die sich zu Impfungen informieren, eher fehlinformiert sind.

Leicht verständliche, unabhängige Entscheidungshilfen

Darauf hat der aks in Vorarlberg reagiert und entwickelt federführend in Österreich Impfentscheidungshilfen für Eltern. Ziel sind wissenschaftlich unabhängige und leicht verständliche Informationen die Eltern eine selbstbestimmte Entscheidung ermöglichen.

Bis Ende 2020 sollen die Infos fertig sein und ab Frühjahr 2021 verteilt werden und online zur Verfügung stehen. Alle Details zum Projekt, das zu 100 Prozent vom Vorarlberger Gesundheitsförderungsfonds finanziert wird, gibt es auf der Webseite www.rund-ums-impfen.at.

(Red.)

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