Trotz Abwesenheit zu Haft verurteilt

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Widerstand im Gefängnis hat strafrechtliche Konsequenzen.

von Christiane Eckert/VOL.AT

2016 legte sich ein Mann im Feldkircher Gefängnis während seiner Haft mit der Justizwache an. Er kündigte Selbstmord an, die Beamten wollten ihn sicherheitshalber in den besonders gesicherten Haftraum verlegen. Auf dem Weg dorthin führte sich der Mann ungebührlich auf. Eine Anklage wegen versuchten Widerstandes gegen die Staatsgewalt war die Folge. Es erging auch ein Schuldspruch, doch der OGH meinte, man müsse die Umstände nochmals genauer feststellen. Das hat man jetzt, mit demselben Ergebnis. Es war ein versuchter Widerstand, auch jetzt erging ein Schuldspruch.

Kumpel verletzt

Zusätzlich zu der Sache mit dem Gefängnis steht eine schwere Körperverletzung eines Kumpels im Raum. Der Angeklagte war mit dem späteren Opfer zunächst im Reichenfeld in Feldkirch, dabei wurde reichlich Alkohol konsumiert. Es gab keinen Streit, der eine schubste den anderen aus heiterem Himmel. Die Folge: ein gebrochener Arm. Gesamtstrafe für den Abwesenden: 15 Monate Haft. Davon wird er demnächst verständigt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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