Türkei: Personal vergaß Patienten

Ein 77-jähriger Patient ist in einem türkischen Krankenhaus von Ärzten und Krankenschwestern in seinem Zimmer vergessen worden und gestorben.

Der Chefarzt der Klinik im zentralanatolischen Kayseri habe die Leiche von Ali Sahin fast zwei Tage nach dessen Einlieferung bei einer Visite gefunden, berichtete die Zeitung „Zaman“ am Dienstag. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen das diensthabende Klinikpersonal.

Dem Bericht zufolge war der alleinstehende und zuckerkranke Sahin in seinem Heimatdorf bettlägrig geworden; Nachbarn riefen einen Krankenwagen und ließen den Mann in die Klinik bringen. Die dortigen Ärzte hätten dem 77-Jährigen ein eigenes Zimmer zugewiesen, weil er so schlecht gerochen habe, dass er den anderen Patienten nicht zugemutet werden sollte, meldete „Zaman“. Sahin wurde in ein Behandlungszimmer der Klinik gebracht, das von Zeit zu Zeit für Blutabnahmen benutzt wird, sonst aber leersteht. In diesem Raum wurde Sahin dann vergessen. Erst rund 36 Stunden später stieß Chefarzt Ogus Temizyürek bei einer Visite auf die Leiche des Mannes.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Welt
  • Türkei: Personal vergaß Patienten
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen