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Traumfabrik lahmgelegt - Golden Globe-Show ohne Stars

Wegen des Streiks der Drehbuchautoren in Hollywood musste Queen Latifah ohne Stars und ohne Zuschauer ganz alleine durch die populäre Verleihung der amerikanischen Publikumspreise führen.

Ausnahmezustand in Hollywood: Die populäre Verleihung der amerikanischen Publikumspreise an die Kinolieblinge des Jahres ging in der Nacht zum Mittwoch sang- und klanglos über die Bühne.

Wegen des Streiks der Drehbuchautoren musste Queen Latifah einsam durch die vom US-Sender CBS übertragene Show führen – in einem leeren Studio, ohne Zuschauer im Saal und ohne Stars auf der Bühne.

Die zu einem “Nachrichtenmagazin” eingedampfte Veranstaltung gab einen Vorgeschmack auf das, was die sonst so verwöhnten US-Zuschauer bei der Vergabe der renommierten Golden-Globe-Filmpreise am Sonntag (13. Jänner) erwartet: eine trockene Nachrichtensendung, allenfalls garniert mit Spots aus guten alten Zeiten – aber jedenfalls ohne die großen Stars, die sonst für Glanz und Glitter, aber auch für millionenschwere Werbeeinnahmen sorgen.

Prominentestes Opfer dürfte Hollywoodstar Steven Spielberg sein. Er muss wegen der kurzfristig abgesagten Golden-Globe-Gala ein ganzes Jahr auf seine bereits im November zugesprochene Ehrentrophäe warten. Der Verband der Hollywood-Auslandspresse (HFPA), der die Preise vergibt, blies die im Rahmen der Show geplante Sonderehrung am Dienstag (Ortszeit) überraschend ab.

Ein Sprecher der Organisation sagte dem Filmblatt “Hollywood Reporter”, die Verleihung werde bei der Gala im kommenden Jahr nachgeholt. Möglicherweise kamen die Veranstalter damit der peinlichen Situation zuvor, ihren Spitzenpreis an einen nicht vorhandenen Preisträger aushändigen zu müssen. Denn nach der Absage der Gala schien es mehr als fraglich, ob der bereits mit sechs Golden Globes und drei Oscars bedachte Spielberg wirklich an der stattdessen geplanten “Pressekonferenz” zur Verkündung der Preisträger teilnehmen würde. Sein Sprecher Marvin Levy sagte der “Los Angeles Times”, er könne sich nicht vorstellen, “dass Steven dies für sehr verlockend hält”.

Ohnedies scheinen die Stars nach wie vor gewillt, den inzwischen schon länger als zwei Monate dauernden Streik der Drehbuchschreiber weiter zu unterstützen. Weit und breit kein verärgertes Wort über die geplatzten Shows. Die meisten Schauspieler halten die Forderung der Autoren nach einer besseren Vergütung für die Weiterverwertung ihrer Arbeiten im Internet und auf DVDs für durchaus angemessen und unterstützen das Anliegen.

Das machten sie auch bei der Vergabe der Publikumspreise deutlich, die mit vorab aufgezeichneten Dankesreden der Gewinner auskommen musste. “Ohne die Drehbuchschreiber bin ich sprachlos”, erklärte der zum Lieblingsmann (“Favorite Leading Man”) gekürte Joaquin Phoenix in seinem vorbereiteten Spot. Und Reese Witherspoon verkündete von der Videoleinwand: “Wir sind nichts ohne unsere Autoren, aber wir sind auch nichts ohne unser Publikum.”

Die Oscar-Preisträgerin erhielt zusammen mit “Fluch der Karibik”-Star Johnny Depp den Top-Preis der “People’s Choice Awards”: Die beiden Darsteller wurden auf der Basis von Publikumsumfragen zu den beliebtesten Movie-Stars ernannt. Drew Barrymore siegte in der Kategorie “Leading Lady”, Keira Knightley und Matt Damon als “Action- Stars”. “Fluch der Karibik – Am Ende der Welt” triumphierte als bester Film.

Queen Latifah, die bei der ungewöhnlichen Sendung ohne Gag- und Redenschreiber auskommen musste, packte den Stier bei den Hörern. “Ich weiß, diese Show ist ein wenig anders als beim letzen Mal”, warnte sie als Gastgeberin gleich zu Beginn. “Aber wir haben alles, was wichtig ist – Sie, das Publikum, und die ganze Nacht lang unsere Favoriten.” Die mussten freilich “kalt” aushelfen. So sorgten nur Ausschnitte von früheren Preisverleihungen für ein wenig Glanz – etwa mit Julia Roberts, Tom Hanks und Meryl Streep.

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