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Transform kritisiert zweite Pfänderröhre

Bregenz - Am 10. Oktober soll mit dem Bau der zweiten Röhre des Pfändertunnels begonnen werden. Nun wird Kritik laut. Sie rechne sich weder betriebs- noch volkswirtschaftlich.

„Die Betriebs- und Folgekosten werden durch die Vignetten – und Lkw-Einnahmen der Tunnelbenutzer niemals gedeckt werden können,“ kritisierte der Sprecher der Verkehrsinitiative Transform, Andreas Postner, am Samstag in einer Aussendung. Allein der Aufwand zur Zinsentilgung werde die Vignetteneinnahmen in Vorarlberg übersteigen.

Inklusive Finanzierungs- und Folgekosten würden für die zweite Tunnelröhre mehr als 400 Millionen Euro ausgegeben und damit der Individualverkehr und der Straßen gebundenen Schwerverkehr unterstützt, kritisierte Postner: „Es ist nicht zu erkennen, wie dadurch die CO2-Reduktionsziele des Vorarlberger Verkehrskonzepts erfüllt werden sollen.“ Außerdem könnte eine weitaus höhere Unfallvermeidungs-Effizienz erzielt werden, wenn man die Ausgaben für die Zweite Röhre auf das gesamte Straßennetz Vorarlbergs umlegen würde „anstatt in diesen Tunnel zu stecken“.

Am 10. Oktober soll der Bau beginnen. Wie der ORF am Samstag meldete wurden die Ausbruchsarbeiten an den Billigstbieter, die Arbeitsgemeinschaft Alpine Salzburg/Beton- und Monierbau Innsbruck vergeben. Einsprüche habe es keine gegeben.

Die Asfinag werde den Auftrag in der kommenden Woche schriftlich vergeben. Der größere Teil des Ausbruchsmaterials werde über die Autobahn vom Nordportal nach Deutschland geführt. Im Jahre 2012 soll die zweite Pfändertunnelröhre in Betrieb gehen. Die erste Röhre werde dann gesperrt und generalsaniert, so dass der Pfändertunnel erst im Jahre 2013 zwei Röhren haben wird.

http://www.asfinag.at

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