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Trägt der Biber eigentlich zum Hochwasserschutz bei?

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VOL.AT ©VOL.AT im Gespräch mit Biberbeauftragen Agnes Steininger.
Vorarlbergs Biberbeauftragte Agnes Steininger über das nachtaktive Nagetier und Herausforderungen für Flora und Fauna.

Gefällte Bäume und Überschwemmungen: Biberspuren sind keine Seltenheit. Denn überall dort, wo der Biber viel Nahrung bekommt, fühlt er sich wohl und baut sich sein Revier. Hat das für Flora und Fauna negative Auswirkungen?

"Der entscheidende Faktor ist, ob das Nagetier genug Essen für den Winter und den Sommer hat. Den Rest richtet er sich", erzählt Agnes Steininger. Seit dem Jahr 2014 ist sie Biberbeauftragte Vorarlbergs und somit Vermittlerin zwischen Mensch und Tier. Zu ihrer Aufgabe gehört es, Konflikte in Bezug auf das Nagetier möglichst aufzulösen. "Von angenagten Bäumen bis hin zu Biberdämmen in Gräben, die kontrolliert werden müssen, ist alles dabei", erzählt Steininger von ihrer Arbeit als Biberbeauftragte.

Hilfe für Flora und Fauna

Der Biber habe einen positiven Effekt auf Flora und Fauna. "Durch seine Arbeit schafft er offene Lichtungen. Außerdem wirkt er sich gut auf Amphibien und Reptilien aus. Viele Untersuchungen ergeben dass in Biberrevieren die Artenanzahl sehr stark steigt", sagt Steininger.

Die Biberbeauftragte informiert zudem, dass die Nagetiere durchaus positiv zum Hochwasserschutz beitragen können. Dennoch gäbe es Stellen, an denen Biberdämme negative Auswirkungen mit sich bringen. Diese werden dann herausgenommen oder entsprechend reguliert.

Biberreviere im Land unter Kontrolle

Die meisten Biberreviere sind aktuell im Rheintal aufzufinden. Aber auch der Bodensee sei ein bekanntes Biberterritorium. Steininger betont, dass in Vorarlberg viel Unterstützung seitens der Wasserwirtschaft, von Bauhöfen und Jägern komme. Dadurch lassen sich die Lebensräume der größten Nagetiere Europas gut im Auge behalten.

(VOL.AT)

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