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Traditionsschützenkompanie forciert Jugendarbeit

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Bei der Gründung zu Zeiten der Monarchie sahen die Schützen-Regimenter des Landes eine ihrer Hauptaufgaben darin, das Fronleichnamsfest mitzugestalten. Diese Tradition hat heute, fast 100 Jahre später, immer noch Bestand in Vorarlberg.

Die heute als selbstverständlich erachtete Freiheit mussten sich unsere Vorfahren erst hart erarbeiten. Der Schützenverein steht symbolisch für den Kampf früherer Generationen um Freiheit, Friede und Heimat, in einer Zeit zu der es nicht allen Menschen unseres Landes möglich war, friedlich zusammenzuleben und sich frei zu entfalten. Den modernen Gegebenheiten entsprechend hat sich die Symbolik der Schützen verändert, heute möchten diese durch das Auftreten in ihren Uniformen daran erinnern, dass es sich auch in der jetzigen Zeit lohnt, mit Mut und Entschlossenheit für die Errungenschaften unseres modernen Sozialstaates einzutreten – natürlich nicht mit Waffen, sondern durch aufmerksames und couragiertes Verhalten, wenn es darum geht, hart erkämpfte Rechte nicht wieder beschneiden zu lassen.

Die Zeiten haben sich geändert, geblieben ist die traditionelle Kaiserjägeruniform, welche von den Schützenkompanien des Landes nach wie vor getragen wird. Die Tradition, bei kirchlichen Festen in der überlieferten Kaiserjägeruniform auszurücken und bei Heldenehrungen mitzuwirken besteht seit 1901. Seither reihen sich viele solcher Höhepunkte in die Geschichte der Kompanie. Solche waren die Teilnahmen an den Andreas-Hofer-Feiern in Innsbruck anno 1959 und 1984, die Teilnahme an den Trauerfeierlichkeiten für Zita, der letzten Kaiserin ísterreichs, der Einmarsch ins Münchner Olympiastadion zu einer damaligen Paneuropakundgebung von Otto v. Habsburg vor ca. 25.000 Personen und der Aufmarsch als Ehrenkompanie bei einem deutschen Landesschützenfest im Stadion von Borussia Mönchengladbach vor ca. 60.000 Personen u.v.m .

Attraktivitätssteigerung – mit und ohne Waffe

Der Verein spricht, wenn gezielte Aufklärungs- und Informationsarbeit betrieben wird, drei miteinander lebende Generationen an. Ein gängiges Problem alteingesessener Vereine stellt der mangelnde Nachwuchs dar. Für junge Menschen wollen die Gisinger Schützen deswegen ein attraktives Betätigungsangebot auch jenseits von Übungen und Ausrückungen schaffen. Vorstellbar wären Schießmeisterschaften über das ganze Vereinsjahr verteilt, zur Debatte stehen auch Teilnahmen an sportlichen Aktivitäten sowie Festveranstaltungen und die Organisation von Ausflügen. Ideal wäre es laut Obmann Wolfgang Bobleter, den Verein in zwei Züge zu teilen. Ein Zug für ältere Mitglieder, die alles ein bisschen gemütlicher angehen möchten, und ein zweiter für junge Mitglieder, denen diverse Aktivitäten geboten werden. Bei korporativen Ausrückungen soll der Verein jedoch nach wie vor als Einheit auftreten. Die Kaiserjäger möchten ihren Verein sogar für Interessenten zugänglich machen, die das eigenhändige Tragen einer Waffe ablehnen. Diese könnten dann, einem Kameradschaftsbund ähnlich, als eigener Zug mit anderen Uniformen hinter dem Gewehrträgerzug mitmarschieren.

Neues Schützenheim

Das neue Vereinslokal, welches im Untergeschoss der sich im Umbau befindlichen HS Oberau untergebracht ist, wird nach der Fertigstellung über eine Schießstandanlage, eine Werkstatt, eine Ausrüstungskammer, eine Küche und ein großes Aufenthaltslokal verfügen. In diesem finden für gewöhnlich die Übungsabende mit exerzieren und marschieren, Beginn und Ende von Ausrückungen sowie die gesellschaftlichen Veranstaltungen wie Weihnachtsfeier, Faschingsunterhaltung, Jubiläumsakte etc. statt. Das Schönste für die Vereinsmitglieder ist der kameradschaftliche Zusammenhalt, der aus den gemeinsamen Erlebnissen erwächst. Willi Jutz hat das Amt des Kassiers inne und ist heuer an Fronleichnam seit genau 50 Jahren aktives Mitglied. “Trotz Höhen und Tiefen verbindet das Vereinswesen. Wir sind bemüht, den Verein für junge Menschen wieder interessanter zu machen. Das ist eine neue Herausforderung, der wir uns gemeinsam stellen möchten.”

Vereinsfakten:

Mitgliederstamm: ca. 25

Gesamtmitgliederzahl: 42

Das jüngste Mitglied ist 9 Jahre, das älteste 94 Jahre alt

Die Gründung erfolgte am 9. Mai 1901 im Adler Gisingen

1957 löste sich die Schützenkompanie Gisingen aus der Schützengesellschaft und bildet bis heute unter den Kommandanten Karl Allgäuer, Adolf Benz, Hans Schwendter und aktuell Harald Locher einen eigenen Verein.

16 Jahre alt muss man sein, um als Gewehrschütze aufgenommen zu werden

Kontakt:

Obmann:
Wolfgang Bobleter
Sonnengasse 10
6805 Gisingen

Tel. 0680 2170772

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