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Touristen als Vignettensünder

Die neue goldgelbe Vignette ist seit fünf Tagen Pflicht für Autobahnbenutzer. Am Wochenende hat die ASFINAG straffe Kontrollen durchgeführt. Ersatzvignette wegen Scheibenbruch [103KB]

In ganz Österreich haben die Mautfahnder Vignettensünder ins Visier genommen, auch in Vorarlberg gab es zahlreiche Kontrollen entlang der A 14, die zum Teil Staus auslösten. Das Ergebnis ist für die ASFINAG österreichweit „äußerst positiv“, wie Unternehmenssprecher Marc Zimmermann im „VN“-Gespräch mitteilte: „Besonders die Vorarlberger haben in Sachen Vignette eine ausgezeichnete Moral, als Vignettensünder wurden im Ländle meist Deutsche und Schweizer erwischt“, so Zimmermann.

Ständige Kontrollen

In Vorarlberg seien heuer so viele Jahresvignetten wie noch nie verkauft worden. die Mautpreller kämen zumeist aus dem Ausland und reisten mit dem Glauben ein, nicht erwischt zu werden, so Zimmermann weiter. Durch die vielen Kontrollen sei das Risiko jedoch relativ hoch. Die ASFINAG wird vor allem in den nächsten Wochen ihre ständigen Kontrollen noch verstärken. Autofahrer, die seit 1. Februar mit der alten Mautvignette unterwegs sind und erwischt werden, müssen, wenn sie Glück haben, so wie bisher nur eine Ersatzmaut von 120 Euro für Pkw zahlen. Diese Ersatzmaut gilt allerdings nur für einen Tag, dann muss die richtige Vignette kleben. 240 Euro Strafe sind fällig, wenn die Vignette „manipuliert“ wird. Das kann auch in gutem Glauben passieren. Schon beim Versuch, eine schief geklebte Vignette gerade zu richten, wird sie beschädigt und damit unbrauchbar. Neu ab diesem Jahr ist, dass bei Fahrzeugtotalschäden die Jahresvignette künftig ebenso kostenlos ersetzt wird wie bisher nur bei Windschutzscheibenbruch. Zuständig für die Abwicklung bei Totalschaden ist ausschließlich der Kundendienst der ASFINAG.

Was Sie beachten sollten:

  • Die Vignette muss auf der Windschutzscheibe gut erkennbar angebracht sein und darf die Sicht des Fahrers nicht beeinträchtigen.
  • Nach dem Aufkleben darf das Maut-Pickerl nicht wieder abgezogen werden, auch sollte man nicht versuchen, seine Lage zu „korrigieren“ – denn dabei zerstört sich die Vignette und der Aufdruck „ungültig“ wird sichtbar.
  • Das „Pickerl“ kostet für Autos jährlich 72,60 Euro, für Motorräder 29 Euro. Weiters gibt es Zwei-Monats- und Zehntages- Vignetten. Ÿ Wie auf der Rückseite der Mautvignette angegeben, liegt die optimale Verklebe- und Ablösetemperatur bei mindestens fünf Grad Celsius (Scheibentemperatur).
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