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Tourismuswirtschaft protestiert

Um ein Sonderkontingent von 100 Ausländern für die Tourismus-Wintersaison ist in Vorarlberg ein heftiger Streit entbrannt. [24.9.99]

Das Arbeitsmarktservice hat ein solches Sonderkontingent abgelehnt, was der Sektionsobmann der Tourismusbetriebe in der Wirtschaftskammer als „Katastrophe“ bezeichnete. Er warf dem AMS vor, aus „politischem Kalkül“ gehandelt zu haben. SPÖ und FPÖ verteidigten dagegen die Entscheidung in seltener Einigkeit.

„Patrick Ortlieb als Hotelierssohn und Hubert Gorbach als ehemaliger Geschäftsführer eines Unternehmens müssten wissen, dass sich unter den Arbeitslosen nicht ausreichend im Gastgewerbe einsetzbare Kräfte befinden“, meint Tourismus-Sektionsobmann Morscher.

Ergebnis der AMS-Entscheidung sei, dass „ausländische Mitarbeiter, die seit Jahren in unserem Land saisonal arbeiten, nicht mehr eingesetzt werden können“. Das sei „sowohl menschlich als auch wirtschaftlich eine Katastrophe“.

FPÖ-Obmann Hubert Gorbach konterte, er habe bereits vor zwei Jahren auf die Ineffizienz des AMS speziell im Tourismusbereich hingewiesen. Er forderte „endlich eine Verschärfung der Zumutbarkeitsbestimmungen“, da in Österreich immerhin 180.000 Menschen arbeitslos seien. „Ich bin froh, dass wir Freiheitlichen das AMS endlich wachrütteln können“, so der FPÖ-Obmann.

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(Bild: VN-Archiv)

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