Tourismus: Kurzfristige Schwankung

Bregenz - Das negative Ergebnis der Studie der Österreichischen Hoteliervereinigung wird nur als kurzfristige Schwankung in Vorarlberg angesehen.

Die heute, 14 Uhr, offiziell präsentierte Studie der Österreichischen Hoteliervereinigung beinhaltet zwei Blickrichtungen. Erstens zeigt sie langfristig wirkende Faktoren österreichischer Tourismusregionen und zweitens zeigt sie einen kurzen Ausschnitt der wirtschaftlichen Entwicklung der Destinationen. Bei den langfristig wirkenden Faktoren schneiden die Vorarlberger Destinationen durchschnittlich bzw. überdurchschnittlich gut ab. Nur bei der kurzfristigen Betrachtung (2004-2005) können die relativ kleinen Vorarlberger Destinationen gegenüber großen touristischen Ballungszentren weniger gut mithalten.

Vorarlbergs Tourismusdestinationen verfügen über eine gute wirtschaftliche Basis für eine erfolgreiche Tourismusentwicklung. Daran ändern auch kurzfristige Schwankungen nichts. Etwa beim Anteil an Qualitätsbetten oder bei der Schaffung von Arbeitsplätzen sind die Vorarlberger Tourismusregionen laut aktueller ÖHV-Studie im bzw. über dem österreichischen Durchschnitt.

Vorarlberger Tourismusregionen schaffen überdurchschnittlich viel Arbeitsplätze

Rund 12.500 Arbeitsplätze bietet die Vorarlberger Tourismuswirtschaft jährlich. Laut Studie schaffen Hotellerie und Gastronomie am Arlberg und im Kleinwalsertal mehr als 40 Prozent der Arbeitsplätze in der Region. Damit liegen sie unter den Top-Ten der österreichischen Destinationen. Insgesamt schneiden die Vorarlberger Destinationen bei den Strukturdaten sehr gut ab. In Sachen Beherbergungskapazität, durchschnittliche Betriebsgröße, Anteil der Qualitätsbetten, Anzahl der Mitarbeiter im Tourismus liegen die Destinationen Alpenregion Bludenz (5,3 Punkte /Durchschnitt 5,0), Gesamt-Arlberg (5,0), Bodensee-Vorarlberg (6,0), Bregenzerwald (5,3), Kleinwalsertal (5,5) im bzw. über dem Österreich-Ergebnis.

In der kurzfristigen Betrachtung – aktuell wurde für das Ranking in der ÖHV-Destinationsstudie der Zeitraum 2004-2005 untersucht – verzeichnen, mit Ausnahme des Bregenzerwaldes, die meisten Destinationen schwächere bis mäßig positive wirtschaftliche Erfolge.

Verglichen wurden 86 ganz unterschiedliche Destinationen – von der Stadt Wien über das Zillertal bis zur Destination Bodensee-Vorarlberg – von der Größe und der Art des Tourismus liegen hier enorme Unterschiede vor. Am erfolgreichsten sind jene Destinationen, welche in diesem Zeitraum rein mengenmäßig und in absoluten Zahlen die größten Zuwächse bei Ankünften, Nächtigungen, Umsatzentwicklung sowie Auslastung in der 3- bis 5-Sterne Hotellerie hatten.

Bei dieser Art der Auswertung schneiden große Destinationen und jene, die erst am Beginn ihrer Entwicklung stehen, tendenziell besser ab. In bereits hoch entwickelten Feriendestinationen sind Nachfragesteigerungen ungleich schwieriger zu erreichen. Unter den Top-Fünf-Destinationen der vorliegenden Studie sind vier mit über 2 Millionen Nächtigungen. Außerdem schlagen bei dieser Betrachtungsweise bei den kleineren Destinationen Einzelereignisse (Kongresse, Tagungen, Stammgästetreffen) durch.

In dieser kurzfristigen Betrachtung des wirtschaftlichen Erfolgs verzeichnen der Bregenzerwald ein gutes (5,3 Punkte / Durchschnitt aller Destinationen 4,5), der Gesamt-Arlberg (3,5 Punkte), das Montafon (4,0), Kleinwalsertal (4,3) sowie die Alpenregion Bludenz (3,8) ein mäßiges, Bodensee-Vorarlberg (3,0) ein schwaches Wachstum.

Immer mehr Gäste in Vorarlberg – Gäste werden internationaler

Auch die Internationalisierung des Vorarlberger Tourismus schreitet voran. Vorarlberg hat in den letzten Jahren Gäste gewonnen. Die Gäste-Anzahl ist seit 2001 im Sommer um 31.000, und im Winter um 78.000 gestiegen. Besonders erfreulich hat sich die Nachfrage (Basis Nächtigungen Gesamtjahr 2001) aus den für Vorarlberg besonders interessanten Märkten Schweiz (+25 %), Großbritannien (+35 %), Frankreich (+17 %) und Belgien/Luxemburg (+17 %) sowie Italien (+13 %) und Tschechien (+6 %) entwickelt.

Mag. Christian Schützinger, Direktor von Vorarlberg Tourismus: „Wir konnten in den vergangenen sechs Jahren 109.000 zusätzliche Gäste in Vorarlberg gewinnen.“

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