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Tourismus-Fachkräfte dringend gesucht

Bregenz - Personalmisere im heimischen Tourismus: In Küche und Service fehlen 150 Fachkräfte.
Jobangebote für Arbeitslose

Trotz vorherrschendem Schneemangel und warmem Wetter, das teilweise auch eine künstliche Beschneiung unmöglich macht, hofft die Vor­arlberger Tourismusbranche wieder auf eine gute Wintersaison. Der ersten Buchungslage nach zu urteilen, ist diese Hoffnung auch begründet. Die Vorfreude der Gäste auf angenehme Urlaubstage in den Vorarlberger Skigebieten ist demnach groß.

Qualität zählt

Vor allem weil sie wissen, dass sie hierzulande auf ausgezeichnete Serviceleistung und hohe Servicequalität zählen können. Das hat viel mit der Qualifikation der Mitarbeiter zu tun, die im Hotel- und Gastgewerbe beschäftigt sind. Umso größer sind die Anstrenungen in der Tourismusbranche, dieses Niveau beizubehalten. Dazu braucht es indes ausreichend Fachkräfte.

Und hier fängt die Sorge an. Kurz vor Beginn der Wintersaison fehlen in den Skigebieten am Arlberg übers Montafon bis hin zum Bregenzerwald mindestens noch 150 gut ausgebildete Saisonkräfte, vorwiegend Servicemitarbeiter, Köche und Zimmermädchen. „Langsam wird es richtig eng“, sagt etwa Josef Strolz, Chef im 4-Sterne-Hotel „Edelweiss“ in Zürs. 75 Beschäftigte zählt das Hotel über die Wintersaison im Vollbetrieb. „Uns fehlen heuer allerdings immer noch einige Fachkräfte, insbesondere im Service“, schildert Strolz die schwierige Mitarbeitersuche. Der Hotelier tritt in dem Zusammenhang auch dafür ein, mehr Bewegung in den Arbeitsmarkt zu bringen. Allgemein wird in der Tourismusbranche die Forderung nach adaptierten Zumutbarkeitsbestimmungen erhoben, um Beschäftigungslose für Tourismusjobs zu gewinnen.

Den heimischen Touristikern stehen für diese Saison 495 Personen aus Drittstaaten zur Verfügung. Das sind um 75 weniger als im Vorjahr – und damit das geringste Saisonnier-Kontingent seit 2000. Betroffen von dieser Reduzierung sind Bürger aus neuen EU-Staaten und Arbeitskräfte aus den Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawien. „Am meisten drückt der Schuh, wenn es darum geht, aktuell gut ausgebildete Servicekräfte zu finden“, sagt Bernhard Bereuter, stv. AMS-Landesgeschäftsführer. Über die verschiedenen Jobbörsen in Deutschland, Niederlanden, Ungarn, Tschechien und Schweden durchs AMS Vorarl­berg in Kooperation mit der Wirtschaftskammer, Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, konnten zuletzt 350 Saisonkräfte für die heimischen Tourismusbetriebe angeworben werden. Um dem Personalmangel entgegenzuwirken, hat das AMS seine Vermittlungsbemühungen noch einmal intensiviert. Neben einem AMS-Kurs „Tourismus“, in dem derzeit 40 Vorarlberger Arbeitssuchende für eine Beschäftigung im Gastrobereich intensiv geschult werden, wird noch eine Anwerbe-Kampagne in Deutschland gestartet.

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