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Tote und Verletzte bei Angriffen in Berg-Karabach

Zahlreiche Häuser in Stepanakert zerstört
Zahlreiche Häuser in Stepanakert zerstört ©APA (AFP)
Bei neuen schweren Gefechten in der Südkaukasus-Region Berg-Karabach sind mindestens drei Zivilisten getötet worden. Die gesamte Nacht über seien die Hauptstadt Stepanakert und die Stadt Schuschi von aserbaidschanischer Seite "heftig" beschossen worden, teilten die Behörden von Berg-Karabach am Freitag mit. In Schuschi seien dabei mehrere Häuser niedergebrannt. Es habe zudem auch mehrere Verletzte gegeben.

Aserbaidschan habe bei seinen Angriffen Unterstützung von türkischen Streitkräften erhalten, meldete das armenische Verteidigungsministerium in der Hauptstadt Jerewan. Eine offizielle Bestätigung für den Einsatz dieser Kräfte gibt es aber nicht. Nach Darstellung der Behörden von Berg-Karabach gab es Kämpfe entlang der gesamten Front. Die Armee habe die Lage aber unter Kontrolle.

Das aserbaidschanische Verteidigungsministerium in der Hauptstadt Baku wiederum meldete Angriffe der gegnerischen Seite auf die Stadt Terter und auf mehrere Dörfer. Zudem seien mehrere Stellung der Armee an der Grenze zwischen Armenien und Aserbaidschan unter Beschuss geraten. Beide Seiten machten sich gegenseitig für die neuen Gefechte verantwortlich und sprachen von "Verlusten" beim Gegner. Eine unabhängige Überprüfung dieser Angaben ist nicht möglich.

Die Kämpfe dauern bereits seit Ende September an. Mehrere Vereinbarungen über eine Feuerpause hielten nicht. Die Behörden in Berg-Karabach sprachen zuletzt von mehr als 1.100 getöteten Soldaten. Aserbaidschan machte keine Angaben dazu. Es gab lediglich die Zahl getöteter Zivilisten mit 92 an. In Berg-Karabach und Armenien war von mehr als 50 Opfern in der Bevölkerung die Rede.

Der Konflikt ist schon jahrzehntealt. Aserbaidschan hatte in einem Krieg nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion vor rund 30 Jahren die Kontrolle über das Gebiet mit etwa 145.000 Bewohnern verloren. Seit 1994 galt eine brüchige Waffenruhe. Die Region wurde von Armenien kontrolliert, gehört aber völkerrechtlich zum islamisch geprägten Aserbaidschan, das sich in dem Konflikt auf seinen "Bruderstaat" Türkei stützen kann. Russland gilt als Schutzmacht Armeniens.

(APA/dpa)

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