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Zahl der Toten nach Taliban-Angriff in Afghanistan gestiegen

Nach dem Anschlag auf eine Basis des Geheimdienstes in der zentralafghanischen Stadt Maidan Shahr am Montag ist die Zahl der Todesopfer unter den Sicherheitskräften auf mindestens 15 gestiegen. Das bestätigte der Chef des Provinzrates, Akhtar Mohammad Taheri. Die Zahl der Verwundeten verringerte sich: Mindestens weitere 25 Geheimdienstmitarbeiter seien verletzt worden, hieß es.

Zuvor war die Rede von mindestens 30 Verletzten. Ein Selbstmordattentäter zündete gegen 7.30 Uhr (Ortszeit) eine Autobombe in der Nähe der Basis. Daraufhin hätten drei Angreifer den Stützpunkt gestürmt, sagte Taheri. Laut dem Provinzrat Mohammed Sardar Bakhtiari befanden sich rund 150 Spezialkräfte des Geheimdienstes NDS in der Basis. Taheri zufolge ist der Angriff beendet, alle Angreifer seien getötet worden. Die radikalislamischen Taliban reklamierten den Anschlag über den Kurznachrichtendienst Twitter für sich.

Die radikalislamischen Taliban bekannten sich über den Kurznachrichtendienst Twitter zu dem Anschlag. Die Aufständischen greifen seit Monaten gezielt Sicherheitskräfte an. Erst am Sonntag waren bei einem Selbstmordangriff der Taliban in der südöstlichen Provinz Logar acht Polizisten getötet und zehn weitere verwundet worden. Ziel war ein Konvoi des Provinzgouverneurs. Der Politiker sowie der Chef des Geheimdienstes der Provinz blieben unverletzt. Nach Angaben des Militärs sterben in Afghanistan jeden Tag rund 35 Sicherheitskräfte bei Angriffen und Gefechten mit Aufständischen.

Gleichzeitig laufen Bemühungen, den langjährigen Konflikt über Verhandlungen zu lösen. Seit Juli fanden mehrere Runden an Direktgesprächen zwischen Vertretern der USA und Taliban statt. Allerdings wirken sich die Gespräche noch nicht auf die Kampfhandlungen aus.

Der politische Prozess ist zudem offenbar kürzlich etwas ins Stocken geraten. Für Mitte Jänner waren weitere US-Taliban-Gespräche im Golf-Emirat Katar geplant, die bisher noch nicht stattgefunden haben. Vor wenigen Tagen teilten die Taliban in einer Erklärung mit, die USA würden von der bisherigen Tagesordnung mit Diskussion eines US-Truppenabzugs Abstand nehmen und einseitig andere Tagesordnungspunkte ansetzen. Sie warnten, sollten die USA bei dieser “Unaufrichtigkeit” bleiben, dass sie die Gespräche zum Stillstand bringen müssten.

Für Unruhe in Afghanistan sorgten in den vergangenen Wochen zudem US-Medienberichte, Washington könnte rund die Hälfte seiner etwa 1.000 im Land verbliebenen Soldaten Land abziehen. Laut einem am Sonntag veröffentlichten Bericht der dem Pentagon nahestehenden Denkfabrik RAND hätte ein kompletter oder fast vollständiger Abzug der US-Truppen ohne damit zusammenhängendem Friedensschluss enorme Folgen für das Land.

Andere NATO-Länder würden das Land ebenfalls verlassen, heißt es in dem Bericht. Die Regierung in Kabul würde Einfluss und Legitimität verlieren. Die Verantwortung für die Sicherheit würden zunehmend regionale Milizen und lokale Kriegsherren übernehmen. Die Taliban würden das Interesse daran verlieren, in Friedensverhandlungen einzutreten. Das Land würde in der Folge in einen Bürgerkrieg versinken, die Zahl der zivilen Kriegsopfer stark ansteigen und Fluchtbewegungen zunehmen.

(APA/dpa/ag.)

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