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Top-Werte für die Industrie: 9 von 10 Lehrlingen bestehen die Prüfung

Erschreckende Zahlen bei Lehrabschlussprüfungen gibt es auch in Vorarlberg.
Erschreckende Zahlen bei Lehrabschlussprüfungen gibt es auch in Vorarlberg. ©Symbolfoto: APA
Bregenz - Der Bildungssprecher der Vorarlberger Industrie, Christoph Hinteregger, appelliert an die Eigenverantwortung. Für ihn steht fest: Mit Subventionen können die Probleme nicht gelöst werden, viel mehr ortet er die Ursachen bereits in der Pflichtschule.
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„Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen”, poltert der Bildungssprecher der Vorarlberger Industrie, DI Christoph Hinteregger (Fa. Doppelmayr), in Bezug auf die aktuelle Lehrlingsdiskussion. Landeshauptmann Markus Wallner hat nach der Veröffentlichung der Lehrabschlusszahlen bereits einen Sondergipfel angekündigt. Die Durchfallquote bei den Lehrabschlussprüfungen lag heuer in Vorarlberg über alle Branchen hinweg bei 17,9 Prozent, in Gewerbe und Handwerk sogar bei 21,9 Prozent.

Gute Ergebnisse in der Industrie

Weniger dramatisch stellt sich offenbar die Situation bei den Vorarlberger Industriebetrieben dar. “Von den heimischen Industrie-Lehrlingen schaffen 9 von 10 ihre durchaus sehr anspruchsvollen Lehrabschlussprüfungen”, sagt Hinteregger. “Das waren zwischen 2011 und 2015 immerhin 1.935 junge, motivierte, neue Fachkräfte für unsere Unternehmen“, informiert Hinteregger über die konkreten Ergebnisse innerhalb der Vorarlberger Industrie. Auch die Überprüfung des Ausbildungsfortschritts zur Mitte der Lehrzeit, wie zuletzt von der Arbeiterkammer gefordert, wird laut Hinteregger von der Vorarlberger Industrie bereits seit über 40 Jahren sehr erfolgreich und – für Lehrlinge wie auch ihre Ausbilder  -nutzbringend durchgeführt.

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Nicht alles mit Geld fördern

Wesentlich ist für Industrie-Bildungssprecher Hinteregger beim Thema Qualität auch, dass nicht immer alles mit Geld gefördert werden muss. „Das soll jede Branche für sich selbst entscheiden und wo gewünscht, eigenverantwortlich finanzieren,“ fordert Hinteregger, mit Blick auf die Ausbildungsprämie der V.E.M. – Vorarlberger Elektro- und Metallindustrie. In dieser Branche wird für die positive Absolvierung des Lehrlingsleistungswettbewerbs eine Prämie von 4.500 Euro je Kandidat an die Mitgliedsunternehmen für ihre Ausbildungsarbeit ausbezahlt.

Ursachen in der Pflichtschule

Die Ursache für die schlechteren Ergebnisse anderer Wirtschaftssparten ortet Hinteregger primär in der Qualität der jugendlichen Bewerber für die Lehre. „Auch wir in der Industrie merken und können das objektiv belegen, dass das Vorwissen der Bewerber für eine Lehre in den letzten 10 Jahren messbar schlechter geworden ist. An den Ursachen dafür muss in der Pflichtschule dringend gearbeitet und nicht auf der für uns alle existenziell wichtigen Lehrlingsausbildung herumgehackt werden“, fordert Hinteregger.

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Hämmerle: Klare Erwartungshaltung

Ende September wird der Sondergipfel zwischen Land Vorarlberg und den Sozialpartnern stattfinden. “Schönreden reicht nicht und die Zahlen haben nun auch der Politik gezeigt, dass nicht alles rosig ist”, sagt AK-Präsident Hubert Hämmerle im VOL.AT-Gespräch. Hämmerle hat eine klare Erwartungshaltung: “Als erster Punkt müssen die Probleme erkannt werden. Anschließend müssen wir dafür Lösungen finden und die Aufgaben aufteilen.” Der AK-Präsident hat dabei eine klare Marschroute vor Augen: “Einerseits gibt es Aufgaben und Möglichkeiten, die wir auf Landesebene kurzfristig umsetzen können. Langfristig gesehen – und hier geht es um Themen auf der Bundesseite – wird es aber heißen an dem Thema dranbleiben”, konstatiert er abschließend.

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