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Top-Terrorist in Feldkirch geschnappt

Fünf Morde, fünf Verschleppungen, Waffendeals bis hin zu Raketenwerfern. Der in Feldkirch einsitzende mutmaßliche Hisbollah-Terrorist Orhan Özdemir gilt als große Nummer.

Fünf Morde, fünf Verschleppungen, Waffendeals bis hin zum Werfen von Raketen sollen auf das Konto des 33-jährigen türkischstämmigen Kurden Orhan gehen, berichtete die „Neue Vorarlberger Tageszeitung” am Sonntag. Der Vorarlberger Sicherheitsdirektor Elmar Marent bestätigte in einem ORF-Interview mit Radio Vorarlberg, dass der mit internationalem Haftbefehl gesuchte Mann im Oktober illegal nach Vorarlberg eingereist war, um Asyl angesucht habe, festgenommen und in die Justizanstalt Feldkirch eingeliefert worden sei.

Nach Orhan werde wegen Mordverdacht und Verdacht auf kriminelle Beitragstäterschaft international gefahndet, bestätigte der Sicherheitsdirektor. Weil derzeit noch nicht geklärt sei, ob der Verdächtige Freunde oder Helfer in Vorarlberg habe, sei die Verhaftung bisher geheim gehalten worden, sagte Marent. Inzwischen wisse die Sicherheitsdirektion, dass es Kontaktpersonen in Vorarlberg gebe. Näheres wollte der Sicherheitsdirektor nicht sagen. In der Justizanstalt Feldkirch seien „dem Anlass entsprechende Sicherheitsvorkehrungen” getroffen worden. Derzeit laufe das Auslieferungsverfahren.

In der „Neuen” wird Orhan als „mutmaßlicher Hisbollah-Terrorist” bezeichnet, der als „große Nummer gilt” und „buchstäblich über Leichen” gehe. Der Mann führe den Decknamen „Mehmet Ali” und sei einer der Drahtzieher der türkischen „Hisbollah”, die „aus der Türkei einen Gottesstaat à la Iran” machen wolle.

Die Tageszeitung „Kurier” berichtete in ihrer Sonntagsausgabe, „rund 50 Ausländer in Österreich befinden sich derzeit im Fadenkreuz der Sicherheitsdienste”. Laut „Kurier” stehen diese Personen unter dem Verdacht, Aktivisten des Terrornetzwerkes von Osama Bin Laden und damit potenzielle Terroristen zu sein.

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