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Toiletten für 500.000 Euro

Bregenz -  Die Sanitär-Anlagen am Bregenzer Hafen sollen laut Voranschlag im Stadt-Budget 2010 für 500.000 Euro saniert werden. Laut Bürgermeister Linhart teilen sich die Stadt und die Illwerke/VKW-Gruppe die Kosten. Details werden derzeit ausgearbeitet.
Bilder der Hafenanlage

Es ist nur ein Nachtrag zum veranschlagten Stadt-Budget für 2010, die Summe aber hat es in sich: Für neue Sanitär-Anlagen am Bregenzer Hafen will die Stadt im kommenden Jahr 500.000 Euro investieren, die Hälfte davon wird laut Bürgermeister Markus Linhart von der Illwerke/VKW-Gruppe refinanziert. „Neue WC-Anlagen sind schon lange ein Thema. Jetzt, wo die Illwerke sich bereit erklären, die Hälfte davon zu bezahlen, mussten wir einfach zuschlagen“, so Linhart im VN-Gespräch. Details sind indes noch keine bekannt. Laut Linhart laufen derzeit Verhandlungen mit den ÖBB als Grundeigentümer. Es sei angedacht, die bereits bestehenden Sanitär-Anlagen – unmittelbar an den Gleisen – zu sanieren und zu erweitern. „Ziel ist es, dass die neuen Anlagen dem Standard des Hafens entsprechen“, so der Bregenzer Bürgermeister.

SPÖ mit Kritik

Von der Höhe der veranschlagten Kosten für die Sanitär-Anlagen war Linhart laut eigenen Angaben selber überrascht. „Ja, das ist sehr viel Geld“, sagt er. Für eine öffentlichkeitstaugliche und langfristige Lösung seien Kosten in dieser Höhe laut Technikern jedoch unvermeidbar. „Wir haben den Maximalbetrag veranschlagt. Die genaue Höhe der Kosten ist allerdings noch nicht klar“, so Linhart. Kritik meldet SPÖ-Stadtparteiobmann Michael Ritsch an. Neue Sanitär-Anlagen seien zwar „höchst an der Zeit“, die Kosten und vor allem die Rolle der Illwerke/VKW-Gruppe jedoch zu hinterfragen. „Die Fachhochschule, die Welle und jetzt WC-Häuschen: Wie kommen die Strom-Zahler dazu, Aufgaben der öffentlichen Hand zu bezahlen“, so Ritsch. Das sei schlichtweg nicht Aufgabe der Illwerke/VKW-Gruppe. Der Konter von Vorstand Christof Germann fällt pragmatisch aus: „Wir sind zu 95 Prozent Liegenschaftseigentümer des Bregenzer Hafens. Damit sind gewisse Infrastruktur-Aufgaben verbunden. Da sehen wir uns mitverantwortlich.“

Bis zu vier neue Gaststätten

Die Bauarbeiten am Hafen laufen indes nach Plan. In einem sogenannten „Gesamt-Gastronomiekonzept“ sollen laut Bürgermeister Linhart die Möglichkeiten neuer Restaurant- und Baransiedlungen am Hafen geprüft werden. Dabei könnten bis zu vier neue Lokalitäten entstehen: Ein kleines Café an der Welle, ein Restaurant im Zuge der Adaptierung des alten Hafengebäudes, ein Clublokal an der Marina sowie entsprechende Adaptierungen der im Plan vorgesehenen drei Inseln am Ostmolo. Ein Zeitplan sei derzeit aber „nicht seriös festzulegen“, so Linhart.

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