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Tiroler kämpfen gegen Wasser-Verkauf an Vorarlberg

Tirol - Gegen den "Verkauf" von acht Tiroler Bächen an das Vorarlberger Unternehmen Illwerke AG haben am Mittwoch Netzwerkgegner mobil gemacht.

„Das ist eine untragbare Entscheidung. Wasser wird zu Geld gemacht. In dem neuen Vertrag sind nur Nachteile für Tirol enthalten. Den Politikern geht es um schnelles Geld um Löcher zu stopfen“, meinte ein Sprecher des Netzwerkes Tirol. Nächste Woche liege der Vertrag im Tiroler Landtag zur Beschlussfassung vor.

Für die landesweite Plattform der Initiativen gegen Tiwag-Speicherkraftwerksprojekte könne „kein normaldenkender Mensch diesen Vertrag unterschreiben“. Es bestehe absolut keine Notwendigkeit, das erst 2040 schlagend werdende Heimfallsrecht jetzt zu verkaufen. „Wieso verkauft man jetzt ohne Not Wasser und nimmt es dadurch anderen Generationen weg. Wo bleibt die vielzitierte Nachhaltigkeit?“ fragten die Gegner bei einer Pressekonferenz in Innsbruck.

Die Hintergründe dafür vermuteten sie in der Wirtschaft. Der neue Vertrag sei „sehr bedenklich“. Wie die Tiroler Wasserkraft AG (Tiwag) diesem Deal zustimmen konnte, sei nicht nachzuvollziehen. Das nach Vorarlberg abgeleitete Wasser fehle in Tirol allen Unterliegerkraftwerken. Außerdem habe man in dem Vertrag auf eine Wertanpassung im Laufe der nächsten zehn Jahre verzichtet. Das letzte Wort liege nun beim Landtag.

Im Jahr 2040 würde das Tiroler „Heimfallsrecht“ an den Vorarlberger Illwerken schlagend. Die Verhandlungen zwischen Tirol und Vorarlberg laufen darauf hinaus, dass das Land Vorarlberg dem Nachbarn das Heimfallsrecht vorzeitig ablöst. Demnach würde Tirol aus einem zugestandenen „Substanzgenussrecht“ im Ausmaß von zehn Prozent an der Illwerke/VKW-Gruppe unter anderem jährliche Genussrechtszahlungen in Höhe von 1,9 Mio. Euro erhalten.
http://www.tiwag.at

 

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