Tierquäler sind selten geisteskrank

"Viele Serienkiller waren Tierquäler".
"Viele Serienkiller waren Tierquäler". ©VOL.AT/Steurer
Gerichtspsychiater Reinhard Haller über die Lust, Tiere leiden zu sehen.

Vergangene Woche wurde ein arbeitsloser Alkoholiker am Landesgericht Feldkirch wegen Tierquälerei zu einer teilbedingten Geldstrafe von 480 Euro verurteilt. Der Mann hatte der jungen Katze seiner Freundin mit einem Küchenmesser den Kopf abgeschnitten. Zuvor – so glaubte die Staatsanwaltschaft – hatte er dem Tier das Bein gebrochen. Letzteres war nicht beweisbar, somit Verurteilung „nur“ wegen des Kopfabschneidens. Der Mann nahm es locker, auch heute kann er kein besonderes Unrecht in seinem Verhalten erblicken. In letzter Zeit kam es immer wieder zu Tierquälerei-Vorfällen. Zum Teil sind die Täter unbekannt, hin und wieder wird einer verurteilt. Doch was sind das für Menschen, die Freude am Quälen von Tieren haben?

Experte Reinhard Haller kennt die Gründe

Gerichtspsychiater Reinhard Haller betont, dass es selten geisteskranke, sondern psychisch gestörte Menschen sind, die Lust am Quälen und Töten empfinden. Und der Experte weist auf die Gefahr hin, die von solchen Personen unter Umständen ausgeht. „Nach amerikanischen Untersuchungen waren viele Serienkiller schon früher wegen Tierquälerei angezeigt worden“, so Haller. Umgekehrt könne man nicht schließen, dass aus jedem Tierquäler ein Menschenmörder werde, eine Therapie sei aber in jedem Fall ratsam, so Haller.

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