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Thermometer aus Naturmaterialien

Jason Durell fand nach der Fertigstellung seiner Wetterstation ein passendes Plätzchen.
Jason Durell fand nach der Fertigstellung seiner Wetterstation ein passendes Plätzchen. ©Emir T. Uysal
Topinformiert mit einer kleinen Wetterstation in den Herbst starten.
Wetterstation zum Nachbasteln

Feldkirch. (etu) Wunderschöne Herbstlandschaften bedecken die Wälder, Straßen und Wiesen Vorarlbergs. Blätter in Gelb, Rot, Orange und Braun als Laub unter den Bäumen zu finden. Doch warum verfärben sie sich, sobald die kalte Jahreszeit anbricht? Die Bäume machen über die Monate von Oktober bis März eine Ruhepause. Wenn im Herbst die Tage anfangen kürzer zu werden, und es nachts deutlich kühler wird, ist es für die Pflanzenwelt ein deutliches Signal, ihren Blättern das Chlorophyll – ein wichtiger Nährstoff für Bäume – rechtzeitig zu entziehen und es in die Wurzeln zu leiten. Dieser Nährstoff ist der wichtigste Bestandteil der Blätter, mit dem sie das Sonnenlicht einfangen. Durch dieses Einziehen wird eine grundlegende Energiequelle für den Frühling geschaffen, um dann wieder Knospen treiben zu lassen.

Der grüne Farbstoff des Blattes hat im Sommer andere Stoffe, die zusätzlich im Blatt enthalten sind, überdeckt. Erst im Herbst werden diese Sichtbar. Das gelbe Karotin oder das rote Anthocyan kann jetzt schöne leuchtende Herbstfarben erzeugen. Die Laubbäume werfen im Herbst ihre Blätter zu ihrem eigenen Schutz ab.

Jason Durell hat beim letzten Spaziergang in der Natur einen Tannenzapfen entdeckt, mit dem er heute ein „Thermometer“ basteln will. Die sogenannte Wetterzapfenstation funktioniert am besten im Freien, an einem trockenen Ort oder auf einer Fensterbank. Du wirst verblüfft sein, was mit den Schuppen des Zapfens passieren wird.

Und so geht‘s:

Zunächst schneidest du den Zapfen am Boden mit einem Messer oder einer Schere an, damit er eine gerade Auflagefläche hat.
Danach kannst du den Zahnstocher mit Flüssigkleber an eine der unteren Schuppen (innen) kleben. Pass dabei auf, dass die Schuppe nicht verklebt wird, sonst kann sie sich nicht mehr schließen.
Schneide den Zeichenkarton circa auf die Größe eines A4-Bogens. Dann kannst du ihn an der Mitte der langen Seite umklappen. Die untere Seite stellt nun den Boden deiner Wetterzapfenstation dar und die obere deine Anzeigenwand.
Verziere anschließend die Station mit herbstlichem Muster und einigen Querlinien auf der Anzeigenwand. Falls die obere Wand nicht hält, klebe noch zwei Pappstreifen zur Stabilisierung an den Rand.
Jetzt kannst du den Wetterzapfen mit der Knete oder einem Wachsklebeplättchen mit dem Kleber auf der rechten Seite des Bodens der Station befestigen. Der Zahnstocher muss sich auf dem Karton befinden. Dann kannst du mit einem Stift markieren, in welcher Höhe sich der Zahnstocher befindet. Am besten hältst du den Stift dazu waagrecht an den Zahnstocher. Du kannst diese Stelle mit Außentemperatur und Notizen zur Luftfeuchtigkeit versehen.
Stelle deine Wetterzapfenstation an einem vor Regen geschützen Ort ins Freie.
Sobald der Zapfen seine Schuppen wieder verschlossen hat, markierst du die Höhe, auf der sich nun der Zahnstocher an der Wand befindet. Bei schönem und trockenem Wetter wirst du sehen, wie sich die Schuppen des Zapfens öffnen, und bei feuchtem und regnerischem Wetter bleiben sie verschlossen.
Als Alternative könntest du auch einen Zwirnfaden an einen großen Fichtenzapfen binden und ihn im Garten oder auf der Terrasse aufhängen. Dann musst du nur noch abwarten.

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