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Therapiestation Carina geht das Geld aus - Schließung am 15. Juli droht

©VOL.AT/Rauch
Feldkirch - Der Kinder-Therapiestation Carina geht am 15. Juli das Geld aus. Das Kuratorium der Stiftung entschied nun das Ende der Einrichtung, wenn das Geld ausbleibt. Beim Land selbst sah man bisher keinen Zeitdruck.
Carina droht die Schließung

Die Therapiestation Carina steht ab dem 15. Juli ohne Finanzierung da. Mit diesem Tag werden die Zahlungen aus dem Sozialfonds des Landes eingestellt. Aufgrund der aktuellen Situation hat das Kuratorium der Carina-Stiftung am Donnerstagabend entschieden, den Betrieb mit Juli einzustellen, falls es keine gesicherte Finanzierung gibt.

Dadurch stehen 39 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Doch auch bei einer Finanzierung über Juli hinaus, wird es Änderungen geben. Die 2003 in Bregenz eröffnete “Tagesklinik” in Bregenz wird auch dann geschlossen, da sie durch die Pläne der Krankenhausbetriebsgesellschaft (KHBG) überflüssig werde.

Carina-Obmann hofft auf Zwei-Wege-Lösung

Stiftungsobmann Wolfgang Menz ist mit der Entscheidung nicht glücklich. Angesicht des Risikos sei die Entscheidung aber klar ausgefallen. Unter dem Personal habe man eine große Unsicherheit gespürt, viele Lehrer der angeschlossenen Schule hätten bereits um eine Versetzung angesucht.

Menz hofft weiterhin auf eine Zwei-Wege-Lösung, wie es sie bereits vor dem Managementvertrag 2013 gab. Die Akutversorgung sei schon immer die Stärke der KHBG gewesen, während man selbst ein langfristigeres Angebot bieten konnte. Eine solche Zusammenarbeit kenne man auch immer noch in den anderen Bundesländern.

Konflikt seit Jahresbeginn

Die Entscheidung des Kuratoriums kommt nach einer Zeit der scheinbaren Annäherung zwischen Land und Carina. Diese liegen im Streit miteinander, nachdem im Jänner bekannt wurde, dass die Kinder- und Jugendpsychatrie künftig am LKH Rankweil konzentriert werden solle. Dies habe man damals jedoch nicht mit dem nunmehrigen von der KHBG mitgeführten Sonderkrankenhaus Carina nicht abgesprochen.

Als im Mai bekannt wurde, dass auf die Carina durch die Zusammenarbeit mit der KHBG für 2014 ein Verlust von 300.000 Euro drohe, kündigte sie den 2013 geschlossenen Managementvertrag mit dem KHBG. Seitdem sind die Ärzte der KHBG nurmehr freiwillig im Carina tätig, auch dieses Engagement sei laut Menz rückläufig.

Land sieht keinen Zeitdruck

Man habe im Februar bereits ein Konzept vorgelegt, laut dem das Carina wieder eine heilpädagogische Einrichtung für Kinder im Kindergarten- und Schulalter werden soll. Mit dem Land wurde auch ein Zeitplan bis Ende 2015 vereinbart. Dieser sei durch die ausbleibende Finanzierung jedoch gefährdet.

Landesrat Christian Bernhard bekennt sich gegenüber VOL.AT zwar zur Heilpädagogik und deren Finanzierung. Man müsse jedoch zuerst das neue Konzept kennen und prüfen und könne nicht ins Blaue hinein zahlen. Er sieht hier jedoch keinen Zeitdruck, schließlich habe das Carina auch bisher immer eine Sommerpause gehabt.

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