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Theater-Kosmos präsentierte „heiße“ Vorhaben

Stellen Sie sich vor, sie müssen ein Kunstwerk bewachen, das einen Skandal verursacht hat und währenddessen lernen Sie nicht nur diese Kunst zu schätzen, sondern auch die Urheberin – beginnen Schöpferin und Werk zu verteidigen.

In Vorarlberg, wo man der zeitgenössischen Kunst auch nicht immer sehr offen gegenübersteht, wäre ein derartiges Szenario gar nicht so abwegig. Fragt sich, wie man den Bewacher überzeugt.

„Nipple Jesus“

Aber diese Frage wird das Theater Kosmos in diesem Jahr klären. Augustin Jagg und Hubert Dragaschnig haben gestern Abend zur Präsentation eines „feurigen“, weil durchaus aufsehenerregenden Spielplans, zum „Kamingespräch“ geladen.

Dabei wurde beispielsweise verlautbart, dass man die österreichische Erstaufführung von Nick Hornbys „Nipple Jesus“ spielen wird. Ein Stück, in dem es eine Kreuzesdarstellung zu verteidigen gilt, die sich bei näherer Betrachtung als Collage von Brustbildern entpuppt.

Uraufführung

Dass im Frühjahr das Stück „Spengler“ des Vorarlbergers Christian Mähr uraufgeführt wird, steht bereits länger fest. Es geht, wie der Titel, der sich auf Oswald Spengler bezieht, vermuten lässt, um die abendländische Zivilisation.

Peter Handkes „Untertagblues“, jenes reizvolle Beschimpfungsstück, das erst vor wenigen Monaten am Berliner Ensemble uraufgeführt wurde, steht ebenso auf dem Plan wie „Vorher/Nachher“, ein Stück, in dem der deutsche Autor Roland Schimmelpfennig Menschen in einem Hotel zusammenführt bzw. nicht zusammenbringt.

Die moderne Kunst und ihr Publikum hat auch den Franzosen Pierre Charras zum Stück „Figur“ inspiriert. Im Zentrum steht der große Maler Francis Bacon.

Für das Theater Kosmos ist 2005 der Umzug von der Hinterbühne des Bregenzer Festspielhauses ins Schoeller-Areal ein großes Thema. Nach der Sommerpause wird es für das Team, das seit der ersten Premiere im Jahr 1996 mit Ur- und Erstaufführungen bei großem Publikumszuspruch eine beispielhafte Erfolgsgeschichte schrieb, so weit sein.

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