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Teure Abkürzung für Radfahrer

©VN-Grafik
Bregenz - Ein neu geplanter Radweg parallel zum Bodensee­radweg löst eine Debatte über die Notwendigkeit aus.
Neuer Radweg Bregenz - Hard

Die morgige Stadtvertretungssitzung in Bregenz verspricht heiße Diskussionen. Gerade beim Thema Rad gehen die Meinungen angesichts der schwierigen Budgetlage auseinander: Bis 2011 soll zwischen Bregenz und Hard eine neue Radbrücke entstehen, die die Strecke für Radfahrer um eineinhalb Kilometer verkürzt. Beschlossen wurde das Projekt in Bregenz einstimmig. Die Strecke führt vom Harder Sportplatz über die Bregenzerach bis zur Achsiedlungsstraße. Von diesem Punkt aus beschließen ÖVP und Grüne am Donnerstag den Bau eines neuen Radwegs: Geradeaus durch die grüne Wiese.
Für diese Verbindung muss die Stadt Grundstücke des Klosters Mehrerau kaufen. Zusätzlich wird ein Maisfeld des Klosters in Bauland umgewidmet. Kostenpunkt für Baumaßnahmen und Grundübernahme: Über 600.000 Euro für den ersten Teil bis zur Trüschenstraße. Wann und ob der zweite Teil des Radwegs bis zur Mehrerauer Straße umgesetzt wird, ist noch offen.

„Parallel zum Bodenseeradweg“
Pläne, die SPÖ und FPÖ nicht unterstützen. „Schon jetzt klafft im Bregenzer Budget ein Loch. In Zeiten des Sparens bis zu einer Million für einen Fahrradweg auszugeben, das stinkt zum Himmel“, spricht sich SPÖ-Chef Michael Ritsch nicht gegen das ganze Projekt, wohl aber den Bau des neuen Radwegs aus. „Schließlich verläuft wenige Hundert Meter weiter schon ein Radweg am Bodensee.“ FPÖ-Stadtvertreter Harald Stifter sieht es ähnlich: „Die Anbindung geschieht in einer Form, die nicht notwendig ist. Schließlich gibt es parallele Radwege in unmittelbarer Nähe. Bregenz kann sich das schlichtweg nicht leisten. Die Zulaufstrecke brauchen wir nicht.“ Das Projekt der Radbrücke unterstützt er aber. „Die Brücke ist eine richtige und wichtige Verbindung.“
Bürgermeister Markus Linhart verteidigt derweil die Pläne: „Wir müssen gerade den Berufsradverkehr forcieren. Derzeit muss ein gewaltiger Umweg in Kauf genommen werden, deshalb bauen wir die Radbrücke. Die jetzt geplante Zulaufstrecke ist die notwendige Fortsetzung des Ganzen.“ Zudem würde der Bodenseeradweg an Kapazitätsgrenzen stoßen, meint Linhart. „Außerdem wollen Berufsradler so schnell wie möglich von A nach B. Die wollen nicht die Aussicht genießen.“ Rückendeckung bekommt er von Grünen-Vizebürgermeister Gernot Kiermayr: „Aus der Logik des Brückenbaus geht auch die Logik der Zulaufstrecken hervor. Und der Brückenbau wurde einstimmig beschlossen.“
Ob Bregenz sich das Projekt angesichts der Budgetsituation überhaupt leisten kann? „Bregenz kann sich das überhaupt nur jetzt leisten, weil wir vom Land mit 70 Prozent unterstützt werden. Diese Förderung bekommen wir später nie mehr“, rechtfertigt Linhart. Für Ritsch ist das kein Argument: „Man kann das Geld ja nicht aus der Luft nehmen, auch die 70 Prozent des Landes bezahlen schlussendlich Steuerzahler.“

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