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Inflation drückte Umsatz im Einzelhandel 2023 real ins Minus

Umsätze im Onlinehandel preisbereinigt um 7,5 Prozent gesunken
Umsätze im Onlinehandel preisbereinigt um 7,5 Prozent gesunken ©APA/THEMENBILD
Die Umsätze im Einzelhandel sind im vergangenen Jahr in allen Branchen zurückgegangen. Grund war die hohe Inflation. Insgesamt sind die Umsätze inflationsbereinigt im Jahr 2023 um 3,4 Prozent gesunken. Den stärksten realen Rückgang gab es mit 11,5 Prozent im Möbel-, Heimwerkerbedarf- und Elektrowarenhandel, zeigen vorläufige Ergebnisse der Statistik Austria. Auch das Weihnachtsgeschäft war preisbereinigt um 3,9 Prozent unter dem Vorjahr.

"Die Teuerung zehrt das Wachstum im Einzelhandel auf", sagte Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas am Dienstag laut einer Aussendung. Insbesondere im Lebensmitteleinzelhandel gebe es einen großen Unterschied zwischen nominellen und realen Umsätzen, der vor allem auf die hohen Lebensmittelpreise im abgelaufenen Jahr zurückgehe. Während die Umsätze der Lebensmittelhändler nominell um 8,3 Prozent gestiegen sind, rutschten sie unter Berücksichtigung der Inflation um 1 Prozent ins Minus. Im letzten Vierteljahr sei der Preisauftrieb im Lebensmitteleinzelhandel aber zurückgegangen, so Thomas.

Hohe Einbußen erzielte neben dem Möbelhandel auch der Versand- und Internethandel, wo die Umsätze inflationsbereinigt um 7,5 Prozent eingebrochen sind. Im Buch- und Sportartikelhandel gingen die Umsätze real um 4,2 Prozent zurück, in den Apotheken und im Kosmetikhandel um 3,1 Prozent. Vergleichsweise gut lief es da im Bekleidungs- und Schuhhandel, der lediglich reale Umsatzrückgänge von 0,4 Prozent verzeichnete. Allerdings war auch hier der Unterschied zwischen nominellen (+4,7 Prozent) und realen (-0,4 Prozent) Umsätzen groß.

(APA)

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