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Testaments-Affäre: Verdächtige bleiben in Untersuchungshaft

Feldkirch - "Mehr als hundert" Akten sollen nun genauer unter die Lupe genommen werden.

Die im Fall der mutmaßlichen Testamentsfälschungen am Bezirksgericht Dornbirn festgenommenen Tatverdächtigen bleiben weiter in Untersuchungshaft. Sowohl der Tatverdacht als auch die Haftgründe seien in allen drei Fällen erneut bejaht worden, informierte Staatsanwaltschaftssprecher Heinz Rusch auf Anfrage der VN. Die brisante Causa sorgt seit November des vergangenen Jahres für Schlagzeilen. Wie berichtet stehen insgesamt drei Gerichtsmitarbeiter im Verdacht, Testamente und Verträge gefälscht und sich so selbst bereichert zu haben. Rechtmäßige Erben könnten um Millionen geprellt worden sein, hieß es. Ebenfalls unter dringendem Tatverdacht steht ein aus Vorarlberg stammender Immobilienkaufmann, der in Salzburg tätig war. Mittlerweile aus der U-Haft entlassen wurde ein 46-jähriger Vertragsbediensteter der Außerstreitabteilung. Gegen ihn werde aber weiterhin ermittelt, so Rusch. Bei den nach wie vor einsitzenden Gerichtsmitarbeitern handelt es sich um zwei Rechtspfleger (45 u.50).

Verdächtige Akten

Parallel zu den Erhebungen der Staatsanwaltschaft wird die Sonderrevision des Oberlandesgerichts Innsbruck fortgeführt. Der Schwerpunkt der Untersuchung, bei der rund 20.000 Verlassenschaftsakten des Bezirksgerichts Dornbirn durchforstet werden, ist bereits abgeschlossen. Wie aus informierten Kreisen zu hören ist, soll die Kommission auf 400 verdächtige Akten gestoßen sein. Gerichtssprecher Reinhard Flatz wollte diese Zahl nicht bestätigen, spricht aber von „mehr als hundert“ Akten, die nun genauer unter die Lupe genommen werden. „Dies bedeutet aber nicht, dass es hier schon konkrete Verdachtsmomente gibt“, so Flatz.

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