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Terrorverdacht „lächerlich“

Der britische Sänger und Friedensaktivist Yusuf Islam alias Cat Stevens hat den Terrorverdacht der USA gegen ihn als „lächerlich“ bezeichnet.

Er hoffe, dass sich die Affäre als „großer Fehler“ herausstellen werde, sagte Islam am Donnerstag nach seiner Rückkehr in London. Der Fernsehsender Sky News zeigte den 57-jährigen zum Islam konvertierten früheren Popstar, wie er sichtlich müde auf dem Internationalen Flughafen Heathrow eintraf.

Yusuf Islam war am Dienstagabend gemeinsam mit seiner Tochter auf dem Weg nach Washington, als sein Flug nach Bangor im US-Bundesstaat Maine umgeleitet wurde. Die US-Behörden verweigerten ihm die Einreise, weil sein Name auf einer der nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 eingeführten Flugverbotslisten stand. Wer in den Listen geführt wird, gilt als terrorverdächtig und darf nicht mehr an Bord eines Passagierflugzeuges gelassen werden. Noch im Frühjahr war Islam ungehindert in die USA gereist.

Am Rande der UNO-Generaldebatte in New York sprach der britische Außenminister Jack Straw den Vorfall auch gegenüber seinem US-Kollegen Colin Powell an. Nach Angaben seines Sprechers bedauerte Straw die Entscheidung des US-Heimatschutzministeriums.

Anfang der 70er Jahre war Cat Stevens mit Liedern wie „Morning has Broken“ und „Peace Train“ berühmt geworden. 1977 dann trat er zum Islam über und nannte sich Yusuf Islam. Unter seinem neuen Namen betreut und finanziert der ehemalige britische Weltstar heute verschiedene islamische Hilfsprojekte. Er gilt als engagierter Friedensaktivist, ist aber auch ein scharfer Kritiker der USA. Vor vier Jahren war ihm schon einmal die Einreise nach Israel verweigert worden, weil er die radikalislamische Palästinenserbewegung Hamas finanziell unterstützt haben soll. Er hatte damals die Vorwürfe zurückgewiesen und sich auch später immer wieder von terroristischen Akten distanziert. Allerdings hatte er 1989 den Mordaufruf gegen den Schriftsteller Salman Rushdie unterstützt, den der iranische Revolutionsführer Ayatollah Khomeini in einer Fatwa verhängt hatte.

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