Tennisklub Hohenems startet Vorarlberger Pilotprojekt

TC-Hohenems-Präsident Peter Thomas mit Ems-Sportstadtrat Friedl Dold zwecks Förderung im Gespräch.
TC-Hohenems-Präsident Peter Thomas mit Ems-Sportstadtrat Friedl Dold zwecks Förderung im Gespräch. ©Thomas Knobel
Fuenf Plaetze beim TC Hohenems werden saniert - Conipur die Zukunft

Grafenstädter investieren in Eigenregie 200.000 Euro in die Sanierung von fünf der acht Sandplätze. Conipur-Neuheit soll sich in der Zukunft bezahlt machen.
Hohenems. Es wird ein verfrühtes Geburtstagsgeschenk. Im Jahr 2012 feiert der Tennisklub Hohenems sein 40-jähriges Vereinsjubiläum. Dann können die aktiven Mitglieder auf einer der modernsten Anlagen Österreichs die Trainingseinheiten absolvieren und Wettkämpfe bestreiten. Der TC Hohenems erneuert fünf der acht Sandplätze mit einem einzigartigen Belag in Vorarlberg und investiert in Eigenregie 200.000 Euro. Mit der Generalsanierung wurde in den letzten Tagen schon begonnen, die rote Tragschicht ist bereits entfernt. Durch reinen Zufall hat TC-Präsident Peter Thomas von diesem neuen Spielsystem erfahren. “Unsere Kosten für die Instandhaltung der Sandplätze sind andauern gestiegen und wir müssen nun handeln. Wir sind von diesem Projekt zu hundert Prozent überzeugt”, so Vorstandsmitglied Peter Thomas. Laut dem TC Hohenems “Boss” ist uns nach einem Gewitter der rote Sand regelrecht der Straße entlang weggeronnen und daher nicht mehr brauchbar. Nach langen, intensiven Gesprächen mit anderen Vereinen in der Schweiz, die schon seit längerem mit einem Conipur-Belag beste Erfahrungen gemacht haben, hat sich der TC Hohenems auch dazu entschlossen einen Meilenstein zu setzen. Die Conipur-Plätze sind viel wartungsfreundlicher und nicht mehr so hohe Kosten fallen an. TC Hohenems ist Vorarlbergs Pilotprojekt, in Österreich gibt es erst drei solchige Sportstätten. Seit etwa drei Jahrzehnten lang hat das deutsche Unternehmen rund zweihundert Conipur-Plätze errichtet. Im Zuge der Sanierung werden nicht nur fünf Plätze auf den allerneuesten Stand gebracht, sondern auch die Randeinfassungen angeglichen und Ausbesserungsarbeiten am Zaun durchgeführt. Die restlichen drei Sandplätze im Herrenried bekommen eine neue Drainage und bleiben noch im ursprünglichen Zustand. Spätestens ab Anfang Mai 2011 sind fünf der acht Sandplätze oberhalb des Herrenriedstadion schon mit der Sanierung fertig und spielfähig. Die Eröffnungsfeier der generalsanierten Anlage im Herrenried soll mit allen Vorarlberger Klubs Ende April/Anfang Mai über die Bühne gehen. Ganzjährig ist dann die Neuheit Conipur bespielbar. Conipur ist ein 3 cm Belag aus gebundenem Ziegelmehl (frostsicher und wasserdurchlässig). Auf diesen Belag wird eine gleichmäßige Sandschicht aufgetragen. Durch den Belagsaufbau ist die Spielfläche das ganze Jahr über eben. Mit der Ausführung der Arbeiten sind die Firmen Sport- und Gartenbau Loacker, Koblach (Unterbau) und Sportbau Walser, Altach (Conipur-Belag) verantwortlich.

Stadt Hohenems unterstützt Pilotprojekt
Hohenems. Die Stadt Hohenems steht voll und ganz hinter diesem Pilotprojekt vom Tennisklub Hohenems. Der im Jahr 2012 auslaufende Pachtvertrag der Anlage oberhalb des Herrenriedstadion wurde bei der Sitzung der Stadtvertretung um weitere 20 Jahre verlängert. Somit kann der TC Hohenems die vorhergesehenen Investitionen über 200.000,00 Euro zwecks Sanierung fünf der acht Sandplätze in Angriff nehmen. “Die Unterstützung ist auf alle Fälle da. Es ist ein kleines Dankeschön für die bisherige tolle Zusammenarbeit mit der Stadt und der familiäre Aspekt rückt in den Vordergrund. Wir sind überglücklich, überhaupt solch einen Vorzeigeklub in Ems zu haben. Die Nachwuchsarbeit war für den TC Hohenems immer ein großes Anliegen und bildet den Schwerpunkt. Viele junge Menschen finden hier eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung”, sagte Hohenems-Sportstadtrat Friedl Dold. Auch Bürgermeister Richard Amann freut sich mit dem Verein über einen wohl historischen Schritt in die sportlich richtige Zukunft. Es wird für ganz Vorarlberg ein Schmuckstück und ein Treffpunkt für Alle.

Trotz neuer, zukunftsorientierter Infrastruktur kein Spitzensport
Hohenems. Ab dieser Saison (Saisonstart Ende April) kann der TC Hohenems auf eine fast neue Sportstätte zurückgreifen. Trotz der professioneller Infrastruktur werden die Grafenstädter weiter den Breitensport forcieren. Mit Christina und Nadine Mathis hat der rührige Verein derzeit zwei Aushängeschilder zur Verfügung. Die beiden jungen Spielerinnen haben schon längst international den Durchbruch geschafft und der Stammklub TC Hohenems hat seinen Anteil dazu geleistet. Bei der Vorarlberger Mannschaftsmeisterschaft nimmt der Klub mit vielen Teams am landesweiten Spielbetrieb teil und hat 2009 den Meistertitel in der Damenklasse bis 35 erreicht. Mit speziellen Trainingseinheiten am Samstag vormittag soll der Nachwuchs vermehrt im Mittelpunkt stehen.

Vorteile und Eigenschaften von Tennis Force-Conipur (Outdoor-Plätzen)

*Lange Haltbarkeit. Im Labor und der Praxis geprüft.

*Stets gleichmäßiger Ballabsprung. Exakte Ballreflexion

*Linierung kann nicht Hochfrieren. Diese ist dauerhaft eingelegt

*Auch für Mehrzwecksport und Rollstuhltennis geeignet

*Optisch nicht von normalen Ziegelmehlplätzen zu unterscheiden

*Rutschen wie auf herkömmlichen Sandplätzen

*Als Ziegelmehlbelag anerkannt

*Schonend für Bänder und Gelenke

*Pflegearm

*Sehr gute Wasserdurchlässigkeit, keine Trittlöcher

*Keine Frühjahrsüberholungen

Belagsbeschreibung von Conipur
*Belagseinbaustärke ca. 30mm
*Einbau vor Ort mit einem Fertiger
*Basisschicht besteht aus Ziegelsplitt verschiedener Körnungen, die mit einem Bindemittel gebunden werden
*Oberschicht/Deckschicht besteht aus Tennisziegelmehl der Körnung 0-2mm in ausreichender Menge
*Linierung wird eingemessen, eingeschnitten, eingelegt und mit Binder dauerhaft vergossen

Entwicklung von Tennis Force und Conipur-Plätzen

August 2000 Phase 1 der Laboruntersuchung hat ergeben, dass Tennis Force hinsichtlich der sporttechnischen Eigenschaften die Standards des NOC für Tennis erfüllt

Dezember 2000 Phase 2 der klimatologischer Alterung und Trittsimulation. Schwerpunkt hierbei Frost und Wasserdurchlässigkeit. Ergebnis: Erfüllt alle Kriterien

Juli 2001 Praxisuntersuchung von Tennis Force in Eindhoven erfolgreich abgeschlossen

Oktober 2001 Bau der ersten 6 Tennis Force Plätze in Heythuysen/NL und vier Plätzen in Tilburg in den Niederlanden. Im Jahr 2006 Untersuchung der Abnutzung. Minimaler Verschleiß feststellbar. Im Jahr 2008 Aufnahmestopp im Verein in Heythysen.

2002 Der erste Tennis Force Platz in Deutschland wird in Eisenach eingebaut

2004 Weitere drei Plätze in Köln eingebaut, die im Winter mit einer Traglufthalle versehen werden

2005 Bau von 58 Tennis Force Plätzen. ITF-Zertifizierung auf den Plätzen in Kölln-Reisiek bei Hamburg

2006 Nach erfolgreichem Praxistest in Köln-Sülz wird Tennis Force HS für Hallen angeboten

2007 Bau von 60 Tennis Force Plätzen. Davon 2 Vereine mit jeweils 6 Spielfeldern in Deutschland ausgestattet. Die Tennishalle Waldaschaff spricht von einer Revolution

2008 Wird Tennis Force und Tennis Force HS auch im europäischen Ausland durch Partnerfirmen als Conipur Tennis Force Belag für Innen und Außen angeboten

Finanzierung der fünf Tennisplätze beim TC Hohenems
*Eigenmittel
*Förderung der Stadt Hohenems
*Förderung Land Vorarlberg
*Einsparung bei den Platzerhaltungskosten
*Erhöhung des Mitgliedsbeitrages für Erwachsene. Die Mitgliedsbeiträge für Schüler, Jugendliche und Studenten werden nicht erhöht
*Langjähriger Partner, die Raiffeisenbank Hohenems, gewährt dem TC Hohenems einen Kredit über 90.000,00 mit 20 Jahren Laufzeit

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