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Tennis: Melzer weiter sieglos

Die schwarze Serie von Jürgen Melzer bei den mit einer Million Dollar dotierten Generali open in Kitzbühel ging am Mittwoch munter weiter.

Der als Nummer 12 gesetzte Österreicher unterlag dem italienischen Außenseiter Martin Vassallo Arguello in 1:14 Stunden nach desolater Leistung 4:6,2:6 ist damit auch nach seinem vierten Single-Auftritt in Tirol weiter ohne Sieg. Damit ruhten die heimischen Hoffnungen nur noch auf Stefan Koubek, der anschließend gegen Feliciano Lopez (ESP-4) um den Einzug ins Achtelfinale kämpfte.

Obwohl sich Melzer heuer so lange wie noch nie auf Kitzbühel vorbereitet und gut trainiert hatte, fand er sich wieder nicht mit der Höhenlage dieses Turniers zurecht. Ein Aufschlagverlust zum 4:5 bedeutete den Verlust des ersten Satzes und im zweiten war die Niederlage nach einem 0:4 Rückstand und sichtlicher Resignation vorzeitig besiegelt.

Bereits nach dem ersten Set waren wieder die Gedanken im Kopf aufgetaucht, dass ihm die Verhältnisse in Kitzbühel einfach nicht liegen und ohne Selbstvertrauen schlitterte der Niederösterreicher dann in diese Pleite. Gegen einen Mann, der im Entry-Ranking nur an 141. Stelle zu finden ist und zuvor auf der ATP-Tour nur ein einziges Match gewonnen hatte. Vassalo gelang dabei der Ball des Tages, als er nach einem Melzer-Lob im Zurücklaufen mit einem spektakulären Passierschlag durch die Beine punktete.

„Jedes Jahr derselbe Mist. Nichts hat funktioniert. Und wenn man 700.000 Fehler macht, dann wird es eben schwierig“, ärgerte sich der Deutsch Wagramer, dessen enttäuschende Darbietung von den Zuschauern mit Pfiffen quittiert wurde. Obwohl der ÖTV-Daviscupper dafür kein Verständnis hat („Durch Pfiffe wird nichts besser, in den USA oder anderen Ländern gibt es sowas nicht“), entschuldigte er sich bei den Tennisfans: „Es tut mir leid für sie, dass es nicht so gelaufen ist, wie es viele erhofft haben.“

Eine der Konsequenzen könnte sein, in Kitzbühel in Zukunft nicht mehr anzutreten. Doch ähnliche Andeutungen machte er ja schon im Vorjahr, um dann doch wieder dabei zu sein. Melzer: „Das muss man genau überlegen. Schließlich ist das ein Turnier in Österreich und es wäre schade, wenn man da nicht antritt.“

Keine Probleme hatte bei seinem ersten Auftritt French Open-Sieger Gaston Gaudio. Der hinter Rainer Schüttler als Nummer zwei gesetzte Argentinier, der nun 16 seiner letzten 18 Matches gewonnen und nur die Finali in Baastad und Stuttgart verloren hat, fertigte trotz einer gewissen Müdigkeit den tschechischen Qualifikanten Ivo Minar mit 6:4,6:1 ab. Aus Sicht des Fußballfans und Independiente-Anhängers hat sich seit Paris „nicht viel verändert“, sieht man von mehr Terminen für Fotos, Interview s etc. ab.

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