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Temporäre Fußgängerzone in Bregenz - Ein Theater in drei Akten

Leere am Montag nach Aufhebung der Fußgängerzone
Leere am Montag nach Aufhebung der Fußgängerzone ©VOL.AT/Pascal Pletsch
Als Unterstützung für die von der Corona-Krise gebeutelte Bregenzer Gastronomie hat die Stadt verschiedene Maßnahmen beschlossen. Eine davon ist eine temporäre Fußgängerzone im Bereich der Anton-Schneider-Straße. Nach der ersten Woche gab es hier jedoch Verwirrung unter den Gastronomen.

Auch in Bregenz litt die Gastronomie unter der wochenlangen Schließung durch die Bundesregierung. Mit der Öffnung am 15. Mai 2020 hat die Stadt Bregenz einige Maßnahmen präsentiert, um die Gastronomen zu unterstützen. So verzichtet die Stadt zum Beispiel aktuell auf die Einhebung der Gebühren für Gastgärten, wo möglich wurde auch eine Ausweitung der Gastgärten gewährt. Unter anderem auch in der Anton- Schneider Straße.

1. Akt: Abendliche Fußgängerzone eingerichtet

Bgm. Markus Linhart

Hier verkündete der Bürgermeister in einem Video eine Möglichkeit für die Gastronomen vor Ort, abends die Bewirtung auch in den Bereich der Straße auszuweiten. Täglich von 18 bis 23 Uhr verwandelt sich die Anton-Schneider-Straße zwischen Gösser und Bezirksgericht in eine Fußgängerzone. Dies ermöglicht es den angrenzenden Lokalen auch den Außenbereich zu bewirten um Umsatzeinbußen etwas kompensieren zu können.

Beginn verläuft schleppend

Obwohl mit Hinweistafeln gut sichtbar beschrieben, hielten sich in den ersten Tagen etliche Pkw-Lenker nicht an das Fahrverbot. Also wurde beschlossen mit Absperrgittern eine Durchfahrt in der Zeit zwischen 18 und 23 Uhr zu verhindern. Verantwortlich für die Absperrung und Entfernung? Die Gastronomen selbst.

Unmut unter Anrainern

Während viele Bregenzer die Maßnahme begrüßten, sah sich die Stadt mit Beschwerden etlicher Anwohner konfrontiert, die wenig bis kein Verständnis dafür aufbrachten, dass sie nicht ungehindert zu- bzw. durchfahren durften. Dieser Unmut erreichte am vergangenen Sonntag seinen ersten Höhepunkt, da einige der Lokale - aufgrund ihres Ruhetages - gar keine Bewirtung angeboten hatten und dementsprechend die Sperre in Augen der Kritiker keinen Sinn mache.

2. Akt: Überraschung für Gastronomen am Montag

Aufgrund der Beschwerden sollte die Situation nochmals evaluiert werden, allerdings - so zumindest lautete die Antwort auf ein Anfrage von VOL.AT bei der Stadt - kam es hier zu einem Kommunikationsproblem. So wurden vonseiten der Stadt Bregenz, offenbar kurzfristig, am Montag die Hinweistafeln mit schwarzen Plastiktüten abgehängt und die Gastronomen vor vollendete Tatsachen gestellt. Nämlich, dass entgegen der Ankündigung vom 14. Mai 2020, nun die Regelung für die Fußgängerzone nur noch Dienstag bis Samstag gelten würde. Mindestens ein betroffener Gastwirt erfuhr von offizieller Seite von dieser Änderung erst gegen 18 Uhr, als er sein Geschäft bereits geöffnet hatte und dementsprechend auch die Tische bereits für die Gäste bereitstanden. Der Unmut des Gastwirts war groß, aus Protest schloss er sein Lokal daraufhin wieder ganz zu.

Kein Kunstwerk von "Christo": Verhüllte Hinweistafel auf die Fußgängerzone am Montag.

Stadtpolizei rückt an

Rund eine Stunde später rückte die Stadtpolizei an und dokumentierte die - aufgrund der neuen Verordnung - nun illegal auf öffentlichem Grund stehenden Tische des Wirts fotografisch, ohne den Gastronomen selbst anzutreffen. Auf Nachfrage erklärten die Polizisten, einer Meldung nachzugehen. Wer genau hier der Polizei Meldung über die vermeintlich illegalen Tische gemacht hat, konnte bislang nicht geklärt werden.

"Ein Kommunikationsfehler"

Auf Nachfrage beim Bürgermeister am Dienstag Vormittag, was es mit diesem Verwirrspiel auf sich hat, und wer für diese Verwirrung verantwortlich sei, wurde eine rasche Aufklärung angekündigt. Laut Bürgermeister Linhart, habe man aufgrund der Tatsache, dass am vergangenen Montag lediglich ein Wirt offen gehabt habe, sowie der zuvor geäußerten Beschwerden der Anrainer, prüfen wollen, ob es möglich wäre die Zeiten zu korrigieren. Die Art und Weise wie das nun am Montag passiert sei, sei ein unglücklicher Kommunikationsfehler gewesen, aber er selbst wolle umgehend mit den betroffenen Gastronomen sprechen und eine vernünftige Lösung finden.

3. Akt: Alles zurück auf Anfang

Am Dienstag Nachmittag dann, nachdem der Bürgermeister vor Ort mit den betroffenen Gastronomen gesprochen hatte und die Situation nochmals diskutiert wurde, dann die Entscheidung: Die temporäre Fußgängerzone in der Anton-Schneider-Straße bleibt wie ursprünglich geplant, täglich von 18 bis 23 Uhr bestehen. Linhart hofft auf die Solidarität der Anrainer mit der besonders von der Krise getroffenen Gastronomie und daraus folgendem Verständnis für diese Maßnahme. Aufatmen also bei den betroffenen Wirten und Gästen.

(VOL.AT)

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