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Telefonieren im Spital wird billiger

80.000 Patienten müssen sich jedes Jahr in einem Vorarlberger Spital behandeln lassen. Das Telefon am Bett gehört zum Standard – doch immer mehr Patienten greifen verbotenerweise zum Handy.

Denn die Telefongebühren in den Vorarlberger Krankenhäusern sind stattlich.

„Die Grundgebühr für die Telefonnutzung beträgt einen Euro pro Tag, hochgerechnet auf einen Monat sind das unglaubliche 30 Euro Grundgebühr”, schildert ein „VN”-Leser aus dem Raum Bregenz, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. Er ist selbst Techniker, arbeitet in der Kommunikationsbranche. „Diese Preise sind doch absolut unüblich”, so der Vorwurf.

Ein Vergleich zeigt, dass die derzeit gültigen Telefontarife an der Uniklinik Innsbruck dramatisch niedriger sind: 50 Prozent weniger Grundgebühr, die Gesprächskosten liegen sogar 85 Prozent unter den Vorarlberger Preisen.

Krankenhaus-Verwaltungsdirektor Anton Engstler bestätigt den Unmut bei Patienten: „Es gab Patientenbeschwerden wegen zu hoher Telefontarife. Deshalb haben wir uns auch entschlossen, zum Jahreswechsel eine Preissenkung vorzunehmen.”

Engstler kündigt im „VN”-Gespräch eine Halbierung der Telefongrundgebühr an. Zumindest kann man dann günstiger im Krankenhaus angerufen werden – auch wenn die hohen Minutenpreise bleiben.

„Es werden aber nicht nur die Telefon- sondern auch die Fernsehtarife reduziert”, so Engstler. Statt stolzen 2,50 Euro pro Tag wird ab 1. Jänner nur mehr ein Euro täglich für bewegte Bilder im Krankenzimmer fällig.

Die Preissenkung sei möglich, weil das mittlerweile zehn Jahre alte Visotax-System wirtschaftlich abgeschrieben sei. „Unser System ist bezahlt – aber auch erneuerungswürdig”, so Engstler. Deshalb läuft derzeit eine Patientenbefragung. Es steht in Diskussion, ein modernes Entertainment-System mit Spielfilmen auf Abruf zu installieren – wie im Hotel. „Voraussetzung ist aber immer, dass sich das System selbst trägt, denn wir möchten die Anschaffung und den Betrieb nicht aus Steuergeldern finanzieren”, sagt der Verwaltungsdirektor.

Das einfachste wäre eine Lockerung des Handy-Verbots. „Doch das ist derzeit nicht möglich”, sagt Engstler. Es soll schon medizinische Geräte im Krankenzimmer, etwa Infusomaten, gegeben haben, die auf Handyimpulse hin verrücktgespielt hätten.

Grundgebühr pro Einrichtung täglich Einheit

  • Vorarlberger Krankenhäuser (derzeit) 1,00 Euro 0,14 Euro
  • Vorarlberger Krankenhäuser (ab 1.1.2007) 0,50 Euro 0,14 Euro
  • Klinikum Innsbruck 0,50 Euro 0,02 Euro
  • Kantonsspital St. Gallen keine Normaltarif plus 40 %

    Zu Hause

  • Telekom Standardtarif 0,58 Euro 0,08 Euro
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