Teilnahme an Superliga nur noch für Geimpfte

Enis Murati hier im Gmunden-Dress, nun bei BC Vienna/Archivbild
Enis Murati hier im Gmunden-Dress, nun bei BC Vienna/Archivbild ©APA/ERWIN SCHERIAU
Die bet-at-home Basketball Superliga (BSL) setzt auf 100 Prozent Impfquote gegen das Coronavirus. Teilnehmen dürfen nur noch Spieler, Coaches und Schiedsrichter, die vollständig immunisiert sind. Die Regelung gilt ab 1. November. Vereine und Liga hätten sich darauf geeinigt, erklärte Johannes Wiesmann, General Manager von Basketball Austria, am Donnerstag in einer Pressekonferenz in Wien.

Der Aufwurf ins neue Spieljahr erfolgt am Wochenende mit gleich zwei Derbys. Der BC Vienna empfängt die Vienna D.C. Timberwolves, Titelverteidiger Swans Gmunden hat die Flyers Wels am Traunsee zu Gast. Er hoffe auf eine "Saison mit Fans vom ersten bis zum letzten Spieltag" und natürlich auf eine spannende Meisterschaft, sagte Wiesmann. Die Zuschauer in den Hallen hätten ein Jahr lang gefehlt.

Als Titelanwärter Nummer eins gilt der BC Vienna, der nicht nur die ÖBV-Internationalen Enis Murati ("MVP" der vergangenen BSL-Saison), Bogic Vujosevic und Jozo Rados, sondern auch vier neue Legionäre verpflichtet hat. "Unser Ziel ist der Meistertitel", kündigte demnach auch General Manager Petar Stazic Strbac an. Freiwillig überlasen werden Gmunden, die Kapfenberg Bulls und Co. den Wienern die Trophäe freilich nicht.

Der BSL-Grunddurchgang läuft wieder über 18 Spieltage. Danach werden die Punkte halbiert und die Liga in die Platzierungs- (Top 6) und Qualifikationsrunde (Bottom 4) aufgeteilt. In der zweiten Meisterschaftsphase wird das Ranking für das Play-off ausgespielt, das acht Clubs erreichen. Viertel- und Halbfinale sowie die Endspielserie werden im Format "Best of five" entschieden. Selbiges gilt für das Duell des Neunten mit dem Zehnten, in dem es gegen den Abstieg geht. Erfüllt der Meister der 2. Bundesliga die - laut Wiesmann für das erste Jahr erleichterten - Lizenzauflagen, gibt es einen direkten Aufsteiger. Sollte das nicht der Fall sein, kann die Liga eine "Wild Card" vergeben.

Vier BSL-Teams sind auch noch international engagiert. Kapfenberg spielt ab Mittwoch kommender Woche im FIBA Europe Cup (Gruppe A) u.a. gegen BBC Bayreuth, die Clubmannschaft von ÖBV-Teamchef Raoul Korner. Die Dukes Klosterneuburg, Wels sowie Vienna (zuvor in der 1. Runde der Qualifikation zum FIBA Europe Cup) treten im bereits laufenden Alpe Adria Cup an. Das fünfte Team auf der europäischen Bühne war Gmunden. Die Swans standen in der 2. Runde der Qualifikation zum FIBA Europe Cup.

Wiesmann vermerkte positiv, dass die BSL-Vereine verstärkt international spielen. Als Neuerung auf heimischer Ebene kündigte er die Kür des "Talent of the Month" in der neuen Saison an.

Sky wird wieder bis zu 48 Spiele live übertragen. Dazu zählen laut Gerfried Pröll vom langjährigen TV-Partner der Liga nach dem Supercup am vergangenen Sonntag auch beide Semifinali sowie das Endspiel im Basketball Austria Cup. Alle weiteren BSL-Partien werden von Synergy Sports produziert und live auf skysportaustria.at frei empfangbar gestreamt. Nicht zuletzt zeigt ORF Sport + wie schon zuletzt 15 ausgewählte Begegnungen live.

(APA)

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