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Teile der Schwarzarbeit "zurückholen"

Der „Pfusch“ ist in Österreich 2003 erneut um 2,6 Prozent- und damit doppelt so kräftig wie die offizielle Wirtschaft – auf ein Volumen von 23 Mrd. Euro angewachsen. Studien

Weil das dem Staat, dem Arbeitsmarkt, den Steuerzahlern und jenen Unternehmen massiv schadet, die ihre Geschäfte seriös abwickeln, muss die Bundesregierung endlich Maßnahmen setzen, mit denen wenigstens Teile dieser Schwarzarbeit ins offiziell erwirtschaftete Bruttoinlandsprodukt zurückgeholt werden. Das forderte heute der in dieser Sache als internationaler Experte geltende Univ.-Prof. Dr. Friedrich Schneider von der Universität Linz auf einer Veranstaltung des FPÖ-Landtagsclubs.

In Vorarlberg selbst ist das „Pfusch-Volumen“ von 1990 bis heute von 230 Mill. auf über 1 Mrd. Euro gestiegen. Dass Österreich mit seinem Nichtstun bzw. verkehrtem Tun dem „Pfusch“ sogar noch auf die Sprünge hilft, macht Schneider an diesem Beispiel deutlich: Während in vier Fünfteln der OECD-Staaten dank gezielter Maßnahmen der Regierungen sich Schwarzarbeit rückläufig entwickelt, hat sie in der Schweiz, Deutschland und Österreich in den letzten fünf Jahren weiter zugenommen – in Österreich mit 2 Prozent am kräftigsten.

Als sofort machbare Gegenmaßnahmen schlugen Schneider, LSth. Dieter Egger und LTVPr. Fritz Amann vor, die Wohnbauförderung ab sofort nur noch an den Faktor Arbeit zu knüpfen (nicht mehr an Material), und so genannte Mini-Jobs (Ich AGs) einzuführen, mit denen der Großteil der heutigen Pfuscher – zum Nutzen des Staates – legalisiert werden könnte.

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