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TBC im Ländle: Letztes Mittel Regulierungsgatter

Strategien gegen die Tierkrankheit.
Strategien gegen die Tierkrankheit. ©VN_neue
Vorarlberg verstärkt seinen Kampf gegen Rinder-TBC: Landesrat Christian Gantner (ÖVP) hat am Dienstag mit der Landwirtschaftskammer, der Jägerschaft und den Behörden im Rahmen eines "Runden Tisches" einen "Aktionsplan Tbc 2020+" erarbeitet, mit dem die Eindämmung der Infektionskrankheit nachhaltig gelingen soll. Landwirtschafskammer-Präsident Josef Moosbrugger übte dennoch Kritik.
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Vorarlberg ist schon seit Jahren von Rinder-TBC betroffen, zuletzt mussten im September die ganzen Bestände zweier Höfe (55 bis 81 Tiere) gekeult werden. Fünf Kontaktbetriebe in Vorarlberg und zwei in Tirol sind aktuell gesperrt, in einem der Vorarlberger Kontaktbetriebe wurde bereits ein weiterer Verdachtsfall bestätigt. Die erkrankten Tiere wurden im Zuge laufender Untersuchungen aufgetreten, die jährlich im Anschluss an die Weidesaison durchgeführt werden. Dabei werden rund 800 Betriebe mit rund 9.000 Stück Vieh von beauftragten Tierärzten untersucht.

Klostertal und Silbertal im Blick

Oberstes Ziel des nun ausgearbeiteten Aktionsplans ist die Erhaltung gesunder Vieh- und Wildtierbestände. Erkranktes Rotwild gilt als Hauptinfektionsquelle für Kühe - beide sind große Wiederkäuer, haben ähnliche Verhaltensweisen und teilen sich denselben Lebensraum. In Vorarlberg gibt es laut Landesjägermeister Christof Germann insbesondere zwei Regionen, die im Auge zu behalten sind. Dabei handelt es sich zum einen um das Klostertal, zum anderen um das Silbertal. Während aber im Klostertal die TBC-Verbreitungsquote beim Wild unter vier Prozent liegt, beträgt sie im Silbertal knapp 14 Prozent. "Das ist ein Zustand, der nicht haltbar ist", stellte Germann in Bezug auf das Silbertal fest.

"Es ist ein Erschießen"

Als unumgänglich sahen die Akteure deshalb die vollständige Erfüllung der Mindestabschussvorgaben beim Rotwild an. Diese wurde im Silbertal in den vergangenen Jahren bis auf 2017 bei weitem nicht erreicht. Deshalb wird nun auch die Möglichkeit eingeräumt, sogenannte Regulierungsgatter zu errichten - Erfahrungen damit gibt es etwa im Tiroler Lechtal. Dabei handelt es sich um eine Einzäunung im Gelände, in der Futter bereit steht. Wildtiere, die das Gatter betreten, können nicht mehr zurück und werden von einem Jäger abgeschossen. "Wir haben keine Freude damit. Es ist ein Erschießen, das hat mit unserer Vorstellung von Jagd nichts mehr zu tun. Wir akzeptieren es aber als letztes Mittel, wenn es um die Bekämpfung einer Tierkrankheit geht", sagte Germann.

Keine kurzfristige Wirkung

Da die Verordnung für die Regulierungsgatter erst im Jänner in Kraft treten wird, werden in dieser Saison keine Gatter mehr aufgestellt werden. "Ich bin etwas unzufrieden damit, dass im Maßnahmenpaket eine kurzfristige Wirkung nicht erkennbar ist. Die Maßnahmen wirken mittelfristig", sagte Moosbrugger gerade in Bezug auf die Gatter. Noch am Wochenende hatte Moosbrugger die Tötung sämtlichen Rotwilds in besonders betroffenen Gebieten gefordert. In den Gebieten, in denen viele Wildtiere erkrankt sind, "wird es schwierig, wenn wir nicht rasch handeln", so Moosbrugger.

Landesrat Gantner bekräftigte noch einmal die finanzielle Unterstützung betroffener Landwirte. Die "emotionale Belastung" könne durch Geld aber nicht abgegolten werden, räumte Gantner ein und sprach von einer "herausfordernden Situation".

(APA)

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