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Tausende Lkw-Fahrten über Radweg

Staub wirbelt die Absicht der Agrargemeinschaft auf, vom Illwerkestaubecken in Latschau zur Bodenverbesserung in die Bludescher Au Schlicker zu führen.

„Mindestens 3500 Schwerlaster, jeder mit über 30 Tonnen Gesamtgewicht würden da über die Werksstraße, die in den Walgauer Radweg einbindet, donnern“, wehrt sich Rechtsanwalt Stefan Müller als Anrainervertreter. Insgesamt sollen 30.000 Kubikmeter von diesem mineralstoffhaltigen Material in die Bludescher Au geführt werden. „Eine unzumutbare Belastung“, sehen sich die Anrainer Toni Egger und Cilly Fruhmann in eine Nacht- und Nebelaktion involviert. Für Rechtsanwalt Müller ist die Gefährdung der Kinder auf dem Kindergarten- und Schulweg, aber auch der Radfahrer durch diesen Schwerlastverkehr mitten im Ortsgebiet zu riskant. „Es gibt keinerlei Möglichkeiten, auch nur einen Zentimeter auszuweichen“, macht Müller auf die prekäre Situation aufmerksam.

Situation prüfen

Auch von Statthalter Dieter Egger als zuständigem Landesrat für die Radwege im Land gibt es eine Stellungnahme: „Bei allfälligen Beschädigungen des Radweges durch solche Transporte gibt es vom Land sicher kein Geld zur Behebung.“ Der Bludescher Bürgermeister Erich Walter will in den nächsten Tagen gemeinsam mit Bezirkshauptmann Leo Walser die Situation prüfen. „Zu einer Überbelastung der Anrainer und zu einer Gefährdung für Schulkinder und Radfahrer darf es keinesfalls kommen“, sind sich Walter und Walser einig. Wenig Freude mit dem zusätzlichen Verkehrsaufkommen dürfte man auch in den Nachbargemeinden Thüringen und Ludesch haben. Der Rückverkehr der leeren Transporter soll nämlich über die Hilti – Werkstraße und die Walgaustraße geführt werden.

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