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Taliban: Attentat auf Bundeswehr

Die Taliban in Afghanistan haben einem Zeitungsbericht zufolge Selbstmordattentate auch gegen die deutsche Bundeswehr angekündigt. Keine der westlichen Truppen werde verschont.

Das Magazin „Cicero“ zitiert in seiner am Donnerstag erscheinenden Aprilausgabe den Talibanführer Mullah Obaidullah Achund mit den Worten, keine der westlichen Truppen werde verschont. „Nicht die Deutschen, nicht die Briten, nicht die Kanadier und schon gar nicht die Amerikaner. Wir werden sie alle töten, wir dürsten nach ihrem Blut.“

Mehr als 6.000 junge Krieger würden sich im Kampf für Allah opfern, sagte Achund, der früher afghanischer Verteidigungsminister war und als Nummer drei in der Taliban-Hierarchie gilt. Der Vertraute Osama Bin Ladens, Maulana Noor Mohammed, sagte dem Magazin, die Bundeswehr schicke Kampftruppen und Kampfflugzeuge in den Kampf gegen den Islam und massakriere islamische Gläubige. „Deutschland ist ebenso ein Feind für die wahrhaft Gläubigen wie die USA“, betonte der Taliban.

Unterdessen hat sich die Polizei im Nordwesten Pakistans Kämpfe mit Taliban-Kämpfern geliefert, die Schulkinder für ihren „Heiligen Krieg“ anwerben wollten. Wie die Sicherheitskräfte am Montag mitteilten, starben ein Islamist und ein Polizist bei den Gefechten vor einer Schule in der Stadt Tank. Die Taliban hatten Kinder in dem Gebäude zuvor offen dazu aufgefordert, die Schule abzubrechen und sich ihrem Kampf anzuschließen: „Der Heilige Krieg ist wichtiger als Bildung“, wurde ihnen gesagt.

Die Polizei stellte die Islamisten beim Verlassen des Schulgebäudes und verwickelte sie danach in ein Feuergefecht. Zwei Taliban seien verhaftet worden. Einer von ihnen habe schwere Verletzungen erlitten und schwebe in Lebensgefahr, teilte die Polizei mit. Die Stadt Tank kommt nach Ansicht von Beobachtern zunehmend unter den Einfluss radikal-islamischer Kräfte, die im benachbarten Afghanistan Ende 2001 von der Macht verdrängt worden waren.

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