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Tabubruch in der katholischen Kirche: Päpstliche Zugeständnisse

Feldkirch – Papst Benedikt XVI soll sich im Interview mit dem Journalist Peter Seewald für den Schutz durch ein Kondom in Ausnahmesituationen ausgesprochen haben. VOL Live hat mit Dr. Walter Schmolly, Pastoralamtsleiter der Diözese Feldkirch, über diese Aussage gesprochen.
Dr. Walter Schmolly im VOL Live-Interview
Papst bricht Tabu - Umfrage in Dornbirn

Der Aussage der Vatikanzeitung „L’Osservatore Romano“ zufolge soll der Papst sich im Interview-Buch des deutschen Journalisten Peter Seewald über Prostituierte, im Besonderen männliche Prostituierte, als Ausnahmefälle für die Verwendung eines Präservativs geäußert haben. Erstaunlich genug, dass ein Papst solch eine Äußerung generell tätigt, wenn man darüber nachdenkt, dass hiermit auch der Beruf der oder des Prostituierten indirekt vom Papst „anerkannt“ wird. „Dies ist durchaus eine bedeutsame Aussage“, meint Dr. Walter Schmolly, Pastoralamtsleiter der Diözese Feldkirch.

Somit könnte man meinen, dass die katholische Kirche nun endlich zeitgemäße Ansichten mit dem Rest der Welt teilen möchte. Jedoch geht es hier erst um eine Aussage des Papst Benedikt XVI zum Thema HIV Prävention – um die Vermeidung der Weiterreichung der Krankheit. „Dies ist nicht das erste Mal, dass die katholische Kirche dies befürworten würde. In der Vergangenheit gab es einige Vertreter, auch Kardinäle, die sich für die Verwendung von Kondomen als Schutz vor Krankheiten ausgesprochen hatten“, klärt der Pastoralamtsleiter im VOL Live Interview. Somit ist die Verhütungsdebatte als Aufforderung zur Verantwortung auch für ein neues Leben noch immer nicht geklärt. „Diese Aussage ändert derzeit noch nichts an der Ideologie der katholischen Kirche, dass Geschlechtsverkehr in einer geschützten Partnerschaft verankert sein soll“, schließt Dr. Schmolly. Es bleibt abzuwarten, welche revolutionären päpstlichen Anekdoten sich in dem Buch von Peter Seewald noch lesen lassen werden.

Dr. Walter Schmolly im VOL Live-Interview:

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