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"Szene-Open-Air": Rekordverdächtige Bilanz

Was vor 15 Jahren als musikalisches Pilotprojekt des Jugend- und Kulturvereins "Szene Lustenau" begann, schlug dieses Jahr alle Rekorde.   

Denn das hochoffizielle Losungswort lautete: Es darf gerockt werden. Die Gitarren sind wieder in den Tourbussen der Bands verstaut. Die Fans haben ihre Rucksäcke gepackt und das große Reinemachen auf dem Festivalgelände in Lustenau ist noch in vollem Gange. Mit 32 Bands an drei Tagen, über 300 freiwilligen Helfern vor und hinter der Bühne und einem Spaßfaktor, der kaum noch zu überbieten war, steuerte das “Szene-Open-Air 2004” sicher auf Rekordkurs.

3 700 war die magische Zahl, das maximale Fassungsvermögen des “Open-Air-Geländes”, die in den vergangenen Festivaltagen spielend erreicht wurde. Knapp 12.000 Jugendliche sorgten also von Freitag bis Sonntag dafür, dass die Stimmung sich immer näher auf den absoluten Siedepunkt zu bewegte. “So viele Camper wie heuer gab es noch nie. Wir mussten sogar einen zweiten Campingplatz einrichten”, erklärte Hannes Hagen vom “Szene-Jugendverein” auf seinen Führungen durch den Backstagebereich.

Jugendkultur ist nicht gleich zu setzten mit Chaos oder Randale und auch hierfür steht das “Szene-Open-Air” exemplarisch mit seiner entspannten und vor Spontaneität strotzenden Atmosphäre. Denn die vereinzelten Regentropfen, die sich auf das Festivalgelände verirrt hatten, konnten die Patylaune der Fans nicht trüben. Müllsäcke wurden zu Regenmänteln umfunktioniert und Pullover als Regenschutz um den Kopf gewickelt.

Die Band “Mia” traf mit ihrer frechen Berliner Schnauze den Nagel schließlich punktgenau auf den Kopf. “Kann irgendein Unwetter dieser Welt diesen wunderschönen Moment zerstören? Und werden wir trotzdem rocken?”, stellte Frontfrau Mieze die rhetorische Frage an ihr Publikum, denn die eindeutige Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Und so rumpelte der Partyzug ungebremst weiter, bis der lang erwartete Stargast “Gentleman” mit karibischen Reggaeklängen Jamaika nach Lustenau brachte. “Macht die Lichter aus”, rief er von der Bühne und nur wenig später war der Platz ein einziges Feuerzeuglichtermeer. Und auch am Sonntag wurde dem Musikspektakel noch einmal die Krone aufgesetzt, als “Die Happy” das “Szene-Open-Air” bis zum nächsten Jahr verabschiedeten.

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