Symposium zu gelitin in Bregenz

Die aktuelle Ausstellung "Chinese Synthese Leberkäse" des bekannten österreichischen Künstlerquartetts gelitin im KUB hat für kontroversielle Diskussionen gesorgt.

Mit dem eintägigen Symposium „whatever fuck hmm… whatelse“ (6. Mai) will das KUB die Diskussion nun auf eine sachliche Ebene heben und zeigen, dass die Arbeiten von gelitin in einer Tradition stehen.

gelitin hat mit seinen Werken schon des Öfteren für Aufsehen und Aufregung gesorgt. Im KUB gibt es etwa ein “öffentliches WC“ mit Balkon zu bestaunen, bei dem man sich beim „Verrichten seiner Notdurft“ über ein System aus Spiegeln und einer Kamera selbst zusehen kann. Umstellt ist das WC von Wänden mit „Kackabet“-Gedichten, Montagen aus fotografierten Kot-Buchstaben. Ebenfalls Teil der Ausstellung ist ein Porno-Kurzfilm oder auch ein bis über die Knöchel mit Schlamm gefüllter Raum.

Beim Symposium am 6. Mai sollen im Rahmen von Impuls-Vorträgen und Gesprächen verschiedene Aspekte im Kosmos von gelitin zu aktuellen Phänomenen der Kunstproduktion in Beziehung gesetzt werden, erklärte Winfried Nußbaummüller, Kunstvermittler des Kunsthauses, am Mittwoch bei einer Pressekonferenz. Im Blickfeld steht eine dem Geist von Dadaismus, Fluxus und Situationismus verwandte Kunst, die seit dem Ende der 1990er-Jahre entsteht und für die der spielerische Umgang mit dem Körperlichen symptomatisch ist. „Es hat noch kein solches Symposium zu gelitin gegeben“, stellte Nußbaummüller fest.

Als Diskussionsteilnehmer konnten Vertreter aus der Kunstwelt, der Kritik und der kuratorischen Praxis gewonnen werden. Unter anderen werden die Künstler Cerith Wyn Evans und John Bock, die Kuratoren Nicola Bourriaud, Margit Brehm, Doris Krystof und vom KUB Rudolf Sagmeister sowie KUB-Direktor Eckhard Schneider und Gianni Jetzer, Direktor des Swiss Institute – Contemporary Art in New York, zum Gedankenaustausch in Bregenz sein. Die Themen der Diskussionsschwerpunkte folgen den Titeln von Ausstellungen, an denen gelitin in den vergangenen Jahren teilgenommen hat, etwa „Auf eigene Gefahr“ oder „Le grand spectacle“.

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