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Symphonieorchester Vorarlberg präsentierte Programm für 2021/22

Verschiebungen und Absagen prägten "sehr turbulentes Jahr"
Verschiebungen und Absagen prägten "sehr turbulentes Jahr" ©SOV/Mathis
Das Symphonieorchester Vorarlberg hat am Freitag das Programm für die Saison 2021/22 präsentiert.

Nach einem von Absagen und Verschiebungen geprägten, wirtschaftlich "sehr turbulenten Jahr" hofften die Verantwortlichen auf bessere Rahmenbedingungen für Konzerte in den nächsten Monaten. Eines der Highlights 2021/22 wird der Abschluss des Mahler-Zyklus unter Kirill Petrenko sein, zudem kündigte Chefdirigent Leo McFall Anton Bruckners Werke als neuen "roten Faden" an.

Bis auf eine Ausnahme fiel die gesamte Abosaison 2020/21 der Pandemie zum Opfer. Produktionen im Wert von 460.000 Euro mussten von 2020 auf 2021 verschoben werden. Zwischen März 2020 und April 2021 leistete das Orchester seinen Musikern Gagen und Abschlagszahlungen in Höhe von 350.000 Euro. "Das lag vor allem an der hohen Bereitschaft von Abonnenten und Kartenbesitzern, auf Kartenrückforderungen zu verzichten", so Präsident Manfred Schnetzer. Man könne auf die Hilfe des Publikums zählen, "das gibt uns Rückhalt und Zuversicht". Allerdings gebe es auch beim Symphonieorchester Vorarlberg (SOV) einen Abonnentenschwund. "Wir sehen uns allerdings in der Kommunikation und im Bemühen um Kundinnen und Kunden insofern bestärkt, als der Schwund aktuell bei unter zwölf Prozent liegt", so Geschäftsführer Sebastian Hazod.

Handschrift von Leo McFall

Das neue Jahresprogramm trage die Handschrift von Chefdirigent Leo McFall, der selbst drei Konzerte leiten wird. Eines bestreitet sein Vorgänger Gerard Korsten. Zum Auftakt am 18./19. September wird das SOV von zwei jungen Musikern unterstützt, der Trompeterin Selina Ott und dem Pianisten Nicholas Angelich. Zudem wird Kirill Petrenko in einem zweimal verschobenen Konzert am 2. und 3. Oktober den großen Zyklus "Mahler 9 x 9" zu Ende bringen, den das Orchester gemeinsam mit Petrenko 2008 begann.

Zwei Produktionen habe man aus der vorigen Spielzeit "gerettet": Bereits Proben gegeben hatte es für die nun für März/ April 2022 geplante Händel-Oper "Jephta" im Landestheater und das Konzert mit Kolja Blacher, das nur einen Tag vor dem Konzert abgesagt werden musste und nun am 9. und 10. April 2022 nachgeholt werden soll. Im letzten Abokonzert der neuen Saison startet McFall mit Anton Bruckners unvollendeten Neunten ein neues Kontinuum. Bruckners Kompositionen sollen künftig häufiger zu hören sein, so McFall.

(APA)

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